Stilstand

If your memory serves you well ...

Froihoit, die wir meinen …

Im Irrglauben „unter sich“ zu sein, wurden in zahlreichen Postings Muslime bedroht, Hitler verehrt und Juden beschimpft.“

Tscha – die wollten doch nur spielen …

4 Kommentare

  1. Können Sie mir sagen, warum sich in Österreich bei der nächsten Nationalsratswahl 20 – 30 % der Wähler für rechtsradikale Parteien entscheiden werden (je nach dem, ob man den Stronach zurechnet oder nicht)? Während bei der deutschen Bundestagswahl keine rechtsradikale Partei auch nur annähernd die 5-Prozent-Hürde erreicht? Österreich geht es gut und es hat weder ein nennenswertes Ausländer- noch Kriminalitätsproblem.

    Warum eine Partei, die mehr Korruptionsverurteilungen aufweist als die Mafia, trotzdem als Law-and-Order-Partei durchgeht? Warum eine Partei es schafft, ihren Gründergott Haider hochzuhalten und ihm gleichzeitig alle Gaunereien anhängt, da der Tote sich nicht mehr wehren kann? Warum sich in einer neu gegründeten Partei die Mitglieder und Kandidaten gegenseitig ausschließen und manchmal selbst die Parteiführung nicht mehr weiß, wer eigentlich gerade Kandidat ist und wer der Feind? Und warum diese Partei trotzdem bei 10% steht?

    Ich schließe aus, dass die Österreicher merkbefreit sind. Ich kenne ein paar und die sind nicht dümmer als die Deutschen. Aber an was liegt’s?

    In Deutschland scheitern rechtsradikale Parteien regelmäßig daran, dass sie den Spagat zwischen nationalsozialistischem und populistischem Gedankengut nicht durchhalten. Die FPÖ schafft das spielend.

    Die FPÖ versucht auch immer wieder den Schulterschluss mit den Kirchen. Offiziell klappt das zwar nicht. Aber steckt da das Reservoir? (Bei allem Ekel vor diesen Leuten: Die Nächstenliebe-Kampagne ist derart frech, dass man sie schon fast wieder bewundern muss.)

  2. Du musst mich nicht siezen, hier geht’s ganz familiär zu.

    Diese 30 Prozent der Österreicher glauben wohl, dass Politik generell so sei, wie die FPÖ sie auslebt. Insofern schätzen sie diese ungewohnte Transparenz bei der FPÖ, die sie bei anderen Parteien mangels Masse nicht erleben. Politik mit Erlebnischarakter – das ist der Kern dieser radikalliberalen Faszination.

    Außerdem hängen die Österreicher sehr an der Alleinschuldthese Deutschlands. Österreich war sozusagen ‚das erste Opfer‘ des schicklgruberischen Österreichers. Weil sie als geborene Unschuldslämmer also gar nichts dazu konnten, ist dort vieles noch virulent, was wir längst halbwegs ausgesch…sen haben.

  3. Zu einer den Österreichern gerne und auch oft zu Recht zugeschriebenen Eigenschaft hab ich in meiner Zitatensammlung etwas, leider ohne Quelle:
    „Der Charme ist die Chance des Schwindlers.“

  4. So etwas gibt es auch in Deutschland.

    In einer geschlossenen Gruppe (die sich als aufgeklärt-bürgerlich definierte) stieß ich nach den Luftangriffen von Kundus auf dieses Posting:

    Was bei dem ganzen Geheule derzeit untergeht: Es war natürlich ein
    Riesenerfolg für die Alliierten und die Afghanen, daß eine so große Zahl
    von Terroristen erledigt wurde.

    Das Hauptproblem an diesem Vorfall war eigentlich nur, daß dieser widerliche Heuchler Gysi nicht neben dem Transporter stand …

    Dieser Mordhetzer trat einst in einer hessischen Großstadt als FDP-Bürgermeisterkandidat an und ist Kontributor in einem bekannten liberal-konservativen Blog – seitdem zweifele ich nicht mehr daran, daß sich die blau-gelbe Partei problemlos zu einem FPÖ-Klon ummodeln ließe.

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