Stilstand

If your memory serves you well ...

Er hat ja recht

Aber vom hochweisen Kommentariat wird er natürlich niedergebölkt:

„In den 1980er-Jahren wurden soziale Auseinander-setzungen ethnisiert – es ging gegen Zuwanderer. Heute werden sie religionisiert. … Sieht man sich die Lebensläufe der meisten Jihadisten an, dann sieht man: Das sind meistens religiöse Analphabeten aus der sozialen Unterschicht. … Bewegungen wie IS und Al-Kaida profitieren genauso von Pegida wie umgekehrt Pegida von IS profitiert. Das ist ein wunderbarer dialektischer Prozess, wo am Ende jeder dem anderen nur die Hände schütteln kann.“

Hierbei fragt man sich ja, ob’s echt ist, oder ob der ‚Postillion‘ wieder zugeschlagen hat:

„Am Wochenende griff schließlich das Pegida-Hauptquartier in Dresden ein und veröffentlichte eine Warnmeldung: „Sämtliche Veranstaltungen, die unter den Namen Kögida, Bogida und Dügida angemeldet und durchgeführt werden, sind keine Pegida-Veranstaltungen.“

Eins muss man ihnen aber lassen – im Sich-Zerlegen sind sie gut … und zehnmal recht hat mal wieder der Robert Misik:

Irrtum Nr. 1: Je suis Charlie.
Irrtum Nr. 2: Wir müssen alle wie Charlie werden.
Irrtum Nr. 3: Charlie ist rassistisch und islamophob.
Irrtum Nr. 4: Wer keine Mohammed-Karikaturen druckt, ist feige.
Irrtum Nr. 5: Pegida, FPÖ & die anderen Islamhasser haben vielleicht doch irgendwie recht.
Irrtum Nr. 6: Die Rechten sind gegen den Islamismus.
Irrtum Nr. 7: Die normalen Muslime brauchen sich nicht zu distanzieren.
Irrtum Nr. 8: Das hat mit dem Islam nichts zu tun.
Irrtum Nr. 9: Die moderaten Muslime müssen die Radikalen bändigen.
Irrtum Nr. 10: In dem Wahnsinn weiß man gar nicht, wie man vernünftig bleiben kann.

14 Kommentare

  1. Mit Misik tät ich gern mal ein Bier trinken. Oder auch zehn 🙂

  2. @markazero

    ich freu‘ mich schon auf die zeit, in der du bedenkenlos hättest schreiben können „mit misik würde ich gerne mal einen joint rauchen“ 😉

    kann aber nicht mehr lange dauern …

  3. @hardy
    Zwar bin ich ganz d’accord mit Wolfgang Neuss („Auf deutschem Boden darf nie wieder ein Joint ausgehen“), selbst genügt mir Bier aber völlig. Bei der Dügida-Demo gestern haben sich Demonstranten und Gegendemonstranten gegenseitig als „Nazis“ beschimpft, hihi. Hab’s aber nur gelesen, war währenddessen genervt vom Hubschrauber-Lärm, wegen dem ich nicht einschlafen konnte. O tempo’a, o mo’es…

  4. @hardy
    Wer wohnt, wo ich wohne, schreibt nicht. Er/Sie tut es einfach 😉

    http://www.rbb-online.de/himmelunderde/reportagen/goerlitzer-park.html

  5. @ Saiz: Du bischa eine danz Slimme! 😉

  6. @markazero

    also, ich habe an weihnachten ein glas wirklich superleckeren rotwein aus den corbieres getrunken … und die auswirkungen auf mein gehirn waren verheerend, als ob jemand mein system herunterfährt.

    damit kann ich jedenfalls nicht arbeiten 😉

    @saiz

    ich hab‘ die doku „damals“ auch gesehen, die erfreute sich hier im haus großer beliebtheit. direkt gefolgt von einem videorip aus den neunzigern (talk im turm) mit neskovic, günther amendt und der damaligen jugend & gesundheitsministerin (irgendsoeine angela dingsbums), kurz nachdem das bvg einen beschluss gefasst hatte, daß der antrag von nescovic gesetzliche folgen haben müsse, sprich es eine verfassungswidrige ungleichbehandlung gäbe, die dringendst zu beheben sei …

    das war vor zwanzig jahren.

    die fakten schaffen jetzt die jungen leute und in eins zwei wochen wird wohl eine expertenkommission des bundestages auf der basis der forderung der 130 topjuristen des landes von vor anderthalb jahren (…) hoffentlich endlich ordnung schaffen …

    the times, they are a changing 😉

    @klaus

    wieso bist du bloß so überrascht?

    für das gros der gleichaltrigen, die ich so kenne, ist das jedenfalls normal 😉

  7. @Klaus
    Icke? Dit war der hardy, der hat angefangen!

    @hardy
    „gleichaltrigen“? ähem… 😉

    Gegen Bier und Wein habe ich allerdings auch nichts einzuwenden. Jedem Tierchen sein Plaisirchen. Oder wie der Russe sagt: каждый дрочит как он хочет.

  8. @ hardy: Wie groß war denn das Glas, das du getrunken hast?

  9. @alle hier
    Anekdote: Vor ca. 20 Jahren ging in einer lustigen Runde ein Joint herum. Ich war der, der dann die ganze Nacht allen erzählt hat, dass er nix spürt. Die sind dann schlafen gegangen, während ich weiter räsoniert habe. Danach hab ich dann für mich beschlossen „enää, lass ma“. Viel nachhaltiger an dem Abend war, dass ich erstmals das Vergnügen hatte, einen 200-Mark Scotch Single Malt zu verkosten. Seither sind Rachenputzer für mich gestorben. Und hier der Bogen zu Hardy und Weihnachten: Ein Glas „Powers John’s Lane“ (Irish) hebt den Geist und das Gemüt! Wie schön, das die Menschen verschieden sind und die Welt bunt ist!

  10. @saiz

    petze! 😉

    und ich meinte die gleichaltrigen vor ort. du bist sicher drei jahrhunderte jünger als ich

    @klaus

    ja, okay, war schon eins von diesen großen. aber nur hlbvoll und corbieres ist – wer’s kennt weiss es – schwer.

    @markazero

    ich glaube, du hast das mit den synapsen nicht mitbekommen: die müssen sich erst gewöhnen, damit der stoff andocken kann. obwohl – auf der objektiven ebene – habe ich bei meinem ersten danach 3 stunden musik mit dem kassettenrecorder aufgenommen … und dann festgestellt, daß ich den gar nicht ausgesteuert hatte und wieder von vorne anfangen konnte. aber für die erfahrung selbst müssen die synapsen erst mal ein bißchen „üben“

    („üben! üben! üben! üppig! üppig! üppig!“ wolfgang neuss)

  11. Hardy, verstehe glaub schon, was Du meinst, hat man mir damals auch so erklärt, aber ich sediere halt lieber mit Birra, und das kann auch öffnen. Will auch geübt sein, Hopfen beruhigt nicht Jedermann. Muss halt jeder so sein Ding finden – peace!

  12. @markazero

    ich hab‘ das mit dem alkohol vor roundabout 40 jahren aufgegeben, da bin ich beim kirmes-„einholen“ (hupender autocorso mit strohpuppe, die nach der kirmes feierlich abgefackelt wird) von so einem fahrenden auto heruntergefallen bin (keine panik, nur die rfahrung, keine schäden aufgetreten), war in der folge allen mir angebotenen substanzen prinzipiell eher skeptisch gegenüber und hab‘ mich da lieber mal an strikte regeln gehalten (keine pillen, kein pulver). was löschpapier und kräuter hingegen nicht ausschloss. alkohol habe ich wiederum in den urlaub verbannt.

    [..] peace

    oh, dann hole ich zur feier des tages mein altes signet aus der kiste und staube das zwanzig jahre alte ding mal ab. da stand bei mir immer

    „one love“

    drunter (den rest singt dann bob marley im kopf) 😉

  13. Bei meiner ersten Erfahrung – lang ist’s her – saßen wir alle in der Runde und versicherten uns wechselseitig, dass wir auch ‚gar nichts merken‘. Bis dann einer fragte: „Sagt mal, warum gackert ihr eigentlich alle so?“

    😉

  14. @klaus

    [..] lang ist’s her

    ich war 24, das sind jetzt also roundabout 34 jahre und bin immer noch ein hyperaktives karnickel mit einem (meine mitmenschen) erschreckenden gedächtnis und einer nicht endenden neugier.

    das sollte einige mythen am praktischen beispiel widerlegen.

    aber ich denke mal, das es im grunde die bemerkung von mr. snoid (dem ich ja eine seite gewidmet habe und der mich unlängst hier besuchte) war, die – das habe ich ihm bei der gelegenheit noch mal gesagt – bei mir den grundton vorgab:

    „wenn du bekifft bist, fang‘ an zu arbeiten …“

    der wohl beste ratschlag meines lebens 😉

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