Zurecht dürfen wir davon ausgehen, dass es der Plan dieser hirnvernagelten und verrannten Verleger ist, mit Hilfe eines ‚Leistungsschutzrechtes‘ die Informationen und Nachrichten selbst in käufliche Waren zu verwandeln, die als Unikate auf dem Basar dann so geschützt sein sollen wie bspw. ein Originalgemälde auf dem Kunstmarkt (Näheres hier).

Da wir andererseits davon ausgehen dürfen, dass in den Zeiten des ‚Mobile Computings‘ irgendein Bürger nahezu jede x-beliebige Nachricht ‚als erster‘ in die Wolke getwittert haben dürfte, dass er also allemal schneller ist als ein hüftlahmer Journalist aus einer dahinalternden Redaktion, und zwar ausweislich des beweiskräftigen Zeitstempels auf seinem ‚Tweet‘, dann dürfen wir uns schon mal auf die Klagen freuen gegen einen ‚raubkopierenden Journalismus‘, der diesem Twitterer nachträglich seine ‚Nachricht‘ geklaut hat, nur weil er auch was in sein Blättchen schreiben wollte. Bei der verlockenden Finanzkraft deutscher Verlage sind Klagen dieser Art in Zeiten eines neuen ‚Leistungsschutzrechtes‘ dann nur noch eine Frage der Zeit … weil Verlage als Rechtspersonen nämlich nicht ‚gleicher‘ sind, sondern – einem alten juristischen Grundsatz zufolge – Gleiches allemal gleich behandelt werden muss.