Stilstand

If your memory serves you well ...

Die Rolle der Information

Die Nachricht sei heute nichts mehr wert. „Jede Redaktion bekommt täglich den gleichen Scheißhaufen auf den Tisch“, es komme auf die unterschiedliche Aufbereitung an.

Mit anderen Worten: Die Information ist eine Straßenhure, für jeden zu haben, oder – an die Drastik des Herrn Redakteurs dort angepasst: Der Schreiber benötigt heutzutage schon Stil, will er dieser alltäglichen Scheiße noch entkommen.

Wie aber dieses taz-Experiment aus sagenhaften 90 Minuten Diskussion eine solche Medizin zur Zukunft der Zeitung destillieren will, wonach sie doch alle fahnden, das würde mich schon interessieren. ‚Stil ist böse‘, das Prinzip, das dort ein Diskutant (Constantin Seibt) vertrat, das wäre jedenfalls mal ein interessanter Ansatz. Zumindest würde eine solche publizistische Haltung die stillosen Schlipsgeraderücker, die Elitengruschler und sonstigen Langweiler aus den Redaktionen befördern: „Ihre Artikel taten allen wohl und niemand weh, hier haben sie ihre Papiere …

Tscha, man wird ja wohl noch träumen dürfen.

1 Kommentar

  1. mir würde ja schon reichen, wenn die qualitätsmdien überhaupt informieren würden … ich habe gerade bemerkt, daß es ca 20 mal so viele beiträge zum thema „platzvergabe im nsu prozess“ gibt als beiträge zum thema „was die nsu angestellt hat“ oder „wo wir in sachen nsu über 12 jahre komplett versagt haben“

    keine ahnung, warum das so ist, aber wir scheinen auf jeden fall einfach zu viel krähen mit kratzhemmung zu haben

    http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/04/20/dlf_20130420_1718_59043941.mp3

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