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Kategorie: Fünfmal um den Blog

Fünfmal um den Blog

Da sich hier die Links zu den Leserollen der ach so toten Blog-Welt inzwischen stapeln, unternehme ich mal wieder einen kleinen Streifzug zu Nutz und Frommen interessierter Buchstabenkundler:

Ein waches Auge verrät das Exportabel-Blog, mit dem Schwerpunkt auf Alltagskultur, Architektur und Aufmerksamkeitsökonomie, Themen, die in den gewöhnlichen gewohnten Faselblasülz-Feuilletons Holzhausens notorisch etwas zu kurz kommen. Falls sie überhaupt vorhanden sind. Besonders gut gefallen hat mir dieser Artikel über die repräsentativwilligen Stadtväter Braunschweigs, die gern schlossherrlich Kultur zeigen möchten, ohne sie im Mindesten zu haben. Meine Herren: Bildungsbürgerlichkeit ist kein Ponyhof …

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Fünfmal um den Blog

Gut – legen wir also erneut ab vom sicheren Google-Kai, um einige weiße Flecken der Blogosphäre zu erkunden. Immer den Möwen nach …

1. Im Falle von Gsallbahdr interessiert mich das meiste ausdrücklich nicht. Da ist mir zu viel Technik, zu viel Fachbegrifflichkeit, vieles wirkt zu zu nerdig, zu fieselig auf einen bekennenden Dumm-User wie mich. Zwischendrin aber finde ich immer wieder autobiographische Perlen wie diese hier, die dazu noch gut geschrieben sind, was man ja nicht von allen Freaks behaupten kann, die stilistisch oft im Blaumann daherkommen, als schrieben sie noch immer Programmierzeilen. Der hier nicht:

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Fünfmal um den Blog

Ein neuer Vorstoß in unbekanntere Blog-Gefilde. Heute soll’s hier Artverwandtes geben – wir besuchen also einige jener Blog-Wigwams, die über und über mit Buchstaben und Satzzeichen bedeckt sind.

1. Die Protextbewegung ist derzeit vor allem eine Bande wilder Weiber von den Weiden des Westens, die sich für vernünftige Preise und lesbare Qualität bei der Textproduktion einsetzen. Da das Textbewusstsein in Deutschlands Unternehmen – mit wenigen Ausnahmen – derzeit auf breiter Front den eingeseiften Content-Hang hinabrauscht, ist ein solcher Einsatz sicherlich aller Ehren wert. So weit ich das verstanden habe, steht diese Netzlobby übrigens auch Testikelträgern offen.

2. Kristins Sprachblog kümmert sich um die Feinheiten grammatischer Sprachverbiegungen und -verbeugungen, um Lautverschiebungen und noch so allerlei, von dem ich bisher noch gar nicht wusste, wie fadenscheinig mein Wissensteppich an diesen Stellen ist. Geradezu akribisch wird mir meine Ignoranz vor Augen geführt. Die Sprache, das lerne ich daraus, ist doch ‚ein weites Feld‘ (Fontane) …

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Fünfmal um den Blog

Zum allgemeinen Nutzen, dachte ich, könnte ich meine alte Rubrik aus der verblichenen ‚medienlese‘ wieder aufnehmen. Um den Leser abseits der großen Busbahnhöfe in die entlegeneren Ecken Bloghausens zu führen, zu einer subjektiven Sightseeing-Tour, dorthin, wo das Netz erst seinen verborgenen Reiz entfaltet und wir uns schnell in seinen Maschen verfangen. Los geht’s …

1. Das Texttheater ist eine höchst ‚artige‘ Angelegenheit, ein Blog, das dem Leser mal mit ‚einkötern‘, ‚Mundwurm‘ oder ‚pittofresk‘ unversehens den Wortschatz weitet, dann wieder dem lässigen Durchschnittsjournalisten stilkritisch auf die Hühneraugen tritt, um kurz darauf Seltsames aus den Tiefen des Alltags zu vermelden: „Unter meinem Fenster ist gerade etwas sehr rhythmisch vorbeigeklappert und –geschnarrt. Dem Klang nach zu urteilen war es ein Pferd auf Rollschuhen“.

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