Stilstand

If your memory serves you well ...

Bilder von den Wahlen

Simon Ostrovski von ‚Vice‘ hat eine weitere Folge von ‚Russian Roulette‘ ins Netz gestellt, diesmal zum Ablauf der Wahlen im Osten der Ukraine. Recht beeindruckend …

Noch was? Ach ja, „the situation is sad“, sagt Alexandr Zakharchenko, befragt nach den Shoot-Outs am OK-Corral der Regulatorentruppen untereinander. Die andere Seite ist darüber natürlich nicht ’sad‘, sondern eher ‚happy‘: „The separatists are fighting among themselves, and this is obvious, we see it all the time, their shootings. We have a so-called ceasefire with them, with some of them. Some do not follow the conditions of this ceasefire, as there are many gangs here, various groups.“ Separatisten-Motto: ‚Zehn kleine Banditengangs, die taten sich abscheuen, die eine schoss die andere tot, da waren’s nur noch neun. Neun kleine Banditengangs, die waren schwer verkracht. Die eine geriet in’n Hinterhalt, da waren’s nur noch acht. Acht kleine Banditengangs, die wähnten sich durchtrieben, auszogen sie auf Beutetour, da waren’s nur noch sieben. Sieben kleine Banditengangs …‘ usw. Immerhin aber sorgen sie dort vor den Schnapsläden für ‚Ordnung‘, auf ihre Art. Mein Respekt gebührt diesen gelbgekleideten Frauen, die sich den besoffenen Untieren in den Weg stellten …

Was tun gegen einen potentiellen Aggressor, der im Grunde noch immer Marschall Shuikovs Doktrin des massiven Panzereinsatzes folgt? Nun, „the past two years has seen the Baltic states of Estonia, Latvia and Lithuania buying up large amounts of anti-tank weapons and ammunition.“ Eingesetzt, würden sie dann den Altmetall-Markt in die Knie zwingen. Vielleicht sollten wir jetzt auch etliche dieser reinen Abwehrwaffen an die Ukraine liefern, früher oder später tun wir das sowieso … da braut sich aktuell nämlich einiges zusammen.

Was vergessen? Vielleicht das: „The rouble opened sharply weaker on Thursday, hitting a new all-time low.“ Och, dabei hat doch die russische Zentralbank gerade ein paar Milliarden Dollar ihrer sagenhaften Schätze zur Stützung von Putins wankender Währung im Finanzmarkt versenkt. Ich nehme noch Wetten an zur Frage, was wohl eher kommt: Putins glorreiche Annexion von Novosomalia – oder die große Hungersnot in Russland …

Nun ja, und die blöden Ukrainer wollen derweil das Minsker Abkommen einfach nicht so weitherzig auslegen, wie es die Bandidos tun:

“We are holding talks on Mariupol, they don’t want [this] peacefully. If it doesn’t work peacefully, then we’ll use force,” Prime Minister Alexander Zakharchenko told constituents Thursday.

Jaja, dieser Crime Minister … warum schlägt er nicht einfach eine Volksabstimmung vor, mit Wahlbeobachtern und allem Pipapo?

3 Kommentare

  1. rocky beethoven

    30. Oktober 2014 at 10:58

    Zum Thema „Ordnung vor dem Schnapsladen“ gibt es noch mehr Videos aus anderen Blickrichtungen:

    https://informnapalm.org/2529-mezhdousobnye-stychky-boevykovvydeo/

    Angeblich soll nachher einer mit Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus geliefert worden sein. Bei zweien hat sich das nicht mehr ausgezahlt, die wurden als Fracht 200 wegtransportiert.

  2. Tscha – bis unters Dach voll mit Vodka und Chrystal Meth, so wie’s aussieht, so voll, dass sich die Ärsche beim Zutreten selbst auf den Arsch setzen … aber schön, dass sie wenigstens Blaulicht am Auto haben. Da weiß man doch gleich, wer die Guten sind …

  3. Wer hat im ernst geglaubt der Kreml würde sich ’nur‘ mit der Krim und dem Donbass zufriedengeben? Es ist deprimierend wie schnell die Europäische Politik den Status quo akzeptiert und mit ihr gezwungenermaßen die Ukrainische Regierung. So geht die Taktik des Kremels voll auf. Spätestens seit Georgien hätte man sie durchschauen können und sich dagegen immunisieren können. Na ja hätte hätte Panzerkette…

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