Wenn die jungen Wilden glücklich dort angekommen sind, wo die Reaktionäre der Vorvorgängergeneration standen, sprechen wir von einer arrivierten Avantgarde – oder auch von Kunst. Die nächste Avantgarde regt sich dann immer dort, wo mindestens zwei Feuilletons darüber schreiben. Wer hingegen bloß avantgardistisch fühlt, aber nicht mit Redakteuren säuft zu Zeitungsruhm gelangt, ist auch keine. Nach seinem Tod röhrt vielleicht irgendein Witwentröster etwas über den großen Unbekannten der deutschen Musik/Malerei/Literatur/Philosophie [Unzutreffendes bitte streichen] daher. Allerdings nur im unwahrscheinlichen Fall, dass auf dem Markt für Allotria und Sachverwandtes gerade mal keine frischere Avantgarde zur Hand sein sollte …