Der Großvater meiner Frau war kein angenehmer Mensch, er war ein Familientyrann und Choleriker, der bis zur Rente dann bei der Bremer Straßenbahn arbeitete. In einer unserer ‚Kruschtelkisten‘ fanden wir neulich sein Erinnerungsbüchlein an den Ersten Weltkrieg. Als Pionier war er zunächst an der Ostfront einem Telefontrupp zugeteilt, nach dem ‚Frieden‘ von Brest-Litowsk ging es ab nach Flandern. Nach Kriegsende wurde er ein überzeugter ‚Stahlhelmer‘ und damit Teil der ‚Harzburger Front‘, 1945 wurde er als bloßer ‚Mitläufer‘ eingestuft. Direkt ein Nazi war er wohl nicht, wohl aber ultranational bis auf die Knochen. Hier drei Bilder aus diesem Kriegstagebuch:

Titel

Bild 1

Bild 2

Das letzte Bild zeigt dann das immerwährende ‚Resultat‘ aller Kriege. Laut Bilderläuterung handelt es sich um tote Russen, die einen Sturmangriff über den vereisten ‚Narotschsee‘ versucht hatten.