Stilstand

If your memory serves you well ...

A…h auf Grundeis?

Today, Russian terrorist Girkyn began to post photos of burning tanks and APCs from the Russian–Georgian conflict of 2008 and confrontations in China’s Tiananmen Square from 1989 on social networks. He signed, “I hasten to congratulate you, comrades! Total vengeance on the junta has begun in Donbas… ”

Deswegen hockt er seit Wochen dort ja auch im Loch. Demnächst in russischen Kinos: Aktuelle Bilder von der Völkerschlacht in Leipzig. Wer in Slowiansk monatelang seinen Folterkeller nicht verlassen konnte und so gar keine militärischen Erfolge erzielt, der bastelt sich halt welche. Das Blöde ist nur – das Publikum glaubt diesen Bockmist der NKWD-geschulten Strullkovs oft genug: ‚Boah, ein Foto, das muss also echt sein!‘ Hier ’ne aktuelle Gegenüberstellung von Original und Fake frisch aus russischen Fälscherwerkstätten (bitte auch die Linkstrecke zu weiteren Fälschungen dort unten beachten, damit das System deutlicher wird).

Ich weiß zwar nicht wieso, aber aus irgendeinem Grund, mag das Putin-Kommentariat die fake.org-Seite nicht so recht – vermutlich weil die mit der Wahrheit befasst sind, und sie mit dem Gegenteil:

„I’ll donate you my personal SHIT, you fucking fascist scum!!! I’ll mail you my shit to your fucking MAIDAN, and I hope you all DIE!!! DEATH to Tyagnibok!!! Death to Yarosh!! Death to Rasmussen!! FUCK YOU TO HELL, FASCIST CUNT SCUM!!!

Wenigsten war er hier einmal ehrlich …

„In der ‚Istvestja‘ findet man keine Wahrheit, und in der ‚Prawda‘ keine Nachrichten“ (alter sowjetischer Flüsterwitz).

11 Kommentare

  1. du hast uns mal wieder einen namen VERSCHWIEGEN!!! 😉

    der autor der zeilen nennt sich „reiner torheit“. das ist bis auf ein „r“ weisheit pur …

  2. Du solltest aufpassen – du schmeißt auch mit den ‚Brüllbalken’* neuerdings nur so um dich … 😉

    * Gottfried Benns Bezeichnung für Ausrufezeichen …

  3. mein g*tt, da habe ich jahre brüllbalken gespart, die müssen langsam mal raus, bevor die inflation mir meinen kleinen schatz entwertet 😉

  4. ach ja, ich hätte da noch eine ganz banale beobachtung anzumerken: was ich in der ganzen auseinandersetzung so putzig finde, ist, daß wenn man etwas erzählt, immer irgendeiner kommt und „ja, aber …“ sagt und in der folge etwas ausbreitet, was seine position „beweist“. man erzählt zb. wie die nashibots agieren und … zack … kommt jemand und erzählt, daß „die amis“ das ja auch machen.

    es scheint irgendwie unmöglich zu sein, daß menschen verstehen, daß manchmal schlicht beides stimmt.

    ich eiss, das ist banal, aber ich wollte es trotzdem aus gegebenem anlass, erwähnt haben …

  5. 🙁 mein Kommentar bei Och, die Armen hängt seit Ewigkeiten im der Moderationschleife fest. Waren wohl zuviel Wikipedia-Links…

    Ich war gerade auf der Vorführung des Films #Babylon13 über den Maidan, Krim und Ostukraine. Ausschnitt mehrerer Kurzfilme verschiedener ukrainischer und russischer Regisseure. Beeindruckend.

  6. @hardy
    Da gibt es inzwischen einen Begriff für: whataboutism. z.B. „And what about Kosovo?“

  7. Klaus Jarchow

    5. Juni 2014 at 1:00

    @ Saiz: Ist durchgewunken …

  8. @saiz

    beschreibt das auch die unfähigkeit, einfach mal zwei dinge glecihzeitig als richtig zu akzeptieren? ich kann ja ggfl. mit ein dutzend sich nur anscheinend widersprechender dingen leben, aber irgendwie wird die welt um mich herum so schwarz/weiss, entweder/oder, richtig/falsch.

    „wahrlich, finstere zeiten …“ wie besagter mönch zu bemerken pflegt 😉

  9. @hardy
    Ich glaube, das bezieht sich eher auf den rhetorischen Griff.
    Ob das Unfähigkeit oder Absicht ist, kommt wohl auf den Sprecher an…

  10. Ich wollte noch etwas zu der gestrigen Filmvorführung sagen. Anwesend war auch ein junger russischer Regisseur, der von seinen Erfahrungen als Dokumentarfilmer vor Ort berichtete. Dieser junge Mann kann jetzt nicht mehr nach Russland zurück; sein Freund ist der auf der Krim unter Terrorverdacht verhaftete Oleg Sentsov.
    http://khpg.org/en/index.php?id=1401925295

    Tragikomischer Höhepunkt der Filme, war übrigens ein Mann in Slawjansk, der bereit war mit seiner „friedlichen“ Pistole auf alle Banderovzi zu schießen. „Für Stalin“.

  11. ach ja, die drohungen im kommentariat werden ja auch immer grundeisiger. cameron hat putin die hand nicht gegeben und ein paar „klare botschaften“

    reaktion:

    Klare Botschaften Hat Putin auch in seinen Raketensilos

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