Stilstand

If your memory serves you well ...

Monat: August 2013 (Seite 1 von 4)

Getroffene Hunde …

Lange habe ich über ein Synonym für ‚Das schöne Geld!‘ nachgedacht, die Schweizer Bankiers haben es gefunden:

‚Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) bedauert in einer ersten Reaktion zum Steuerdeal zwischen der Schweiz und den USA die «schmerzlichen Konsequenzen für die Banken in der Schweiz».

Tschaja – diese ’schmerzlichen Konsequenzen‘: Greifst du denen ins Portemonnaie, dann tut’s ihnen in der Seele weh …

Perfide Sozzenbrut!

Die hinterlistige SPD-Schützenhilfe für die AfD.“

Jawollja – die Sozialdemokraten jazzen das große Hellas-Thema der AfD-Rentner ja nur deshalb nach oben, damit die Roten später bei der Angela den Schoßhund spielen dürfen. Eigentlich wäre es sogar der Schäuble gewesen, der sich mit seiner berüchtigten Griechenland-Äußerung vor diesen Sozzen-Karren hat spannen lassen. An dieser Stelle schon wird der Artikel leider arg klöterig. Schäubles Hinweis auf kommende Hilfspakete wäre demnach gar nicht ‚unglücklich‘ gewesen, sondern ebenfalls eiskalt geplant. Wahrscheinlich deshalb, weil die Union nach diesen vier schrecklichen Jahren unter einer heftigen FDP-Allergie leidet und lieber mit der SPD ins Bett gehen möchte … oder so. Das wiederum könnte sie ja auch ganz ohne AfD haben, dazu langt es doch allemal.

So spezialdemokratisch um drei Ecken denken, wie der Verfasser dieses Artikels, das konnte noch nicht einmal der Herbert Wehner. Und der war immerhin Dialektiker …

Mittwochs Forsa-Alarm

Immer dann veröffentlicht das sensationsverliebte Queer-Team aus dem Demoskopenlager sein neuestes Oeuvre – zur Freude aller Sieben-Tages-Adventisten in deutschen Medien. Während der Herr Güllner danach den ABC-Schützen aus der Leserschaft den abrupten Wandel des Wildwechsels erläutert …

Mut zu Lucke

Der deutsche Journalismus baut gern fern störender Fakten. Ein neues Beispiel findet sich im ‚Cicero‘. Bekanntlich wurde der Professor Bernd Lucke bei einem Wahlkampfauftritt ‚fremdgeschubst‘. Zwei Männer waren auf die Waldbühne im Bremer Bürgerpark gesprungen, der eine von ihnen brüllte ‚Scheiß-Nazi!‘ und stieß den Herrn Professor zweimal an der Schulter, bis der von der Bühne hoppste. Dann rannten die beiden davon. Zu besichtigen ist diese grauenhafte Gewalttat hier.

Prompt – zur angemessenen publizistischen Verwurstung – erhält Wolfgang Bok seinen Auftritt, früher mal bei Scholz & Friends, heute ein zupackender freier Journalist, immer zur Stelle, wo’s um den Uppercut eines geborenen Rechtsauslegers geht. Der ‚Cicero‘ forderte genau dies von ihm jetzt ein – und Bok lieferte. Slimm, gaaanz slimm geht’s demnach zu in Deutschland:

„Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) [lässt sich] trefflich in die rechte Ecke stellen. Und wer dort verortet wird, ist im politischen Diskurs vogelfrei. In Bremen wird deren Vorsitzender Bernd Lucke auf offener Bühne von einer Horde „vermummter Gestalten“ angegriffen. In Göttingen muss die junge Partei um Polizeischutz bitten, um sich vor Angreifern „aus der linken Szene“ zu erwehren. Auch in anderen Städten beklagt sie „massive Pöbeleien und Sachbeschädigungen“.

Nun ja, dies ist wohl die erste ‚dschunge Partei‘, die vor allem graumelierte Rentner anzieht, die nach ihrer D-Mark greinen (vgl. Video). Der Text jedenfalls siedelt – zieht man das Bildmaterial zu Rate – eher in Maximaldistanz zur Wahrheit, wobei man dem Wölfchen zugute halten mag, dass der Polizeibericht auch nicht viel besser ist als das journalistische Elaborat. Förmlich demontiert wird das Wahngebilde hier – und zwar Bild für Bild, Sekunde für Sekunde, und stets absolut lesenswert. Man fragt sich schon, weshalb der Journalismus so etwas Gutes nicht mehr auf die Reihe bekommt. Es gab nämlich gar keine ‚Horde‘, die beiden Männer waren auch nicht ‚vermummt‘, niemand sprühte dort mit Reizgas – allenfalls tat dies eine aufgescheuchte Polizei kurz darauf. Kurzum, ein chaotischer Ablauf voll frei flatternder ‚Enten‘, der aber so ähnlich, wie er im zutiefst widersprüchlichen Polizeibericht dann stand, von jeder besseren Postille abgedruckt wurde. Mich jedenfalls erinnerte das Ereignis eher an Laiendarsteller, die mal böse Linksextremisten spielen sollten. Die Polizei räumt inzwischen ein, dass sie nichts weiß, zumindest nichts Genaues, redet aber noch immer von drei ‚Angreifern‘, wo doch nur zwei zu sehen waren:

„Die Polizei nahm zunächst drei Angreifer im Alter von 22, 25 und 27 Jahren fest, setzte sie später aber wieder auf freien Fuß. Es habe keine Haftgründe gegeben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Wie viele Störer insgesamt bei der Kundgebung waren, sei noch unklar. Ob die drei Verdächtigen der linksextremen Szene zuzurechnen sind, wollte der Sprecher nicht sagen.“

Tscha, keine Haftgründe, keine Ahnung … ähnlich grauwertig ist die Lage in Göttingen, dem zweiten Beispiel, das Bok anzuführen weiß. In diesem Hort des Bösen regiere ja angeblich seit Wochen der Terror. Bei näherer Betrachtung scheint es mir jedoch so, dass dort ein AfD-Funktionär penetrant und laut ‚Mimimi‘ macht, dass er was von Brandstiftern schwadroniert und damit die Polizei unnötigerweise in Atem hält. Die Vorgänge dort haben schon Max-Frisch’sches Format:

„In der Nacht vom 9. auf den 10. August rief das AfD-Mitglied Lennard Rudolph die Polizei. … Die Polizei durchsuchte das Gelände. … Rudolph erstattete Anzeige gegen Unbekannt wegen Hausfriedensbruch. … Die Polizei wunderte sich, dass Rudolph den Beamten in der Nacht nichts davon gesagt hatte. … Rudolph berichtete den Polizisten nun von „Benzingeruch“, den er wahrgenommen habe. …“

Bei dieser Sachlage hätte meine durchaus begründbare Arbeitshypothese zunächst einmal ‚Willi Wichtig auf Paranoia‘ gelautet. Der deutsche Journalismus aber – hier mit der dankenswerten Ausnahme der FAZ – schreibt derweil fröhlich und unisono von „Attentaten“ auf die AfD und von einem unerträglichen Terror der autonomen Szene im verruchten Göttingen. Kurzum – wir erleben mitten im Wahlkampf ein Publizistikversagen auf breiter Front. Und unser Wölfchen bellt mit Lucke im gleichen Chor:

„Der Presse teilte [Lucke] später dann mit, der Überfall sei eine „unerträgliche Störung des demokratischen Wettbewerbs“ und ereiferte sich, von „Schlägertruppen wie seinerzeit in der Weimarer Republik“ zu sprechen.

Jaja, diese armen Verfolgten von der AfD, die so recht gar keiner mehr wahrgenommen hat. Und jetzt sitzt ihnen – wie in der Weimarer Republik – die linke SA auf den Hacken, weil sie ja eigentlich gar nicht rechts sind … oder so ähnlich jedenfalls. In Bayern haben sie einem sogar den Arm ausgekugelt! Wie isses denn nur möglich! Beim ‚Focus‘ wurden derweil aus jenen Behauptungen der AfD, denen die Polizei widerspricht, längst Fakten gemacht:

‚Vorstandsmitglieder wurden telefonisch bedroht. Beispiele: „Wenn du bei der AfD bleibst, werden wir dein Kind morgens zur Schule begleiten“ oder „Wenn du weitermachst, dann werden wir dich kaltmachen“. Das Wohnhaus eines Kreisvorstandsmitglieds wurde mit Benzin übergossen.‘

Wahrlich, das muss ein autonomer Goliath gewesen sein, der ein ganzes Wohnhaus ‚übergießt‘. In manchen deutschen Redaktionen riecht es längst auch nach Benzin. Alle erwähnten Recherchen zum Ablauf des Geschehens fanden übrigens mal wieder im Internet statt … wie in jüngster Zeit immer öfter.

Disclaimer: Ich persönlich hätte übrigens nichts gegen einen Einzug der AfD in den Bundestag einzuwenden. Da bin ich mir mit Helmut Markwort ausnahmsweise mal einig. Weil eine sechste Partei die Fortsetzung des schwarzgelben Elends am wirksamsten verhindern würde, und weil die AfD auch – ähnlich wie die Linke – in jeder denkbaren Konstellation als Koalitionspartner ein ideologischer Totalausfall wäre.

Nett gesagt …

Blome gehört auf die übersichtliche Liste von Springer-Führungsleuten wie Spreng oder früher Boehnisch, in die sich ab und an ein kluger Gedanke verläuft.“

Jetzt wissen wir auch, welche Qualifikationen ein ‚Blattmacher‘ benötigt: Er muss den Gedanken anderer Leute genügend Auslauf gewähren …

Polizeigespräche

Mein dialogbetriebener Bauernroman marschiert auf die zweihundert Seiten zu: Inzwischen sind Bergwerkstaucher hinzugekommen, alternde Dorfgermanen tummeln sich trotz dubioser Herkunft in arischen Orden der strikten Observanz, Chinamänner wundern sich über gar nichts mehr, eine zweite Leiche ward auf der Kalihalde gefunden, die Püsterolsch erzählt uns was vom dicken Kind, und der Kommissar verzweifelt an wuchernden Männertitten. Die Polizei kommentiert brav das Geschehen:

„… Während Jenny noch am Feldrand schmökte, war Karshüsing zu den Kollegen von der Ortswache in Hinterrode gefahren. Ein Polizeiwagen älteren Semesters stand vor dem kleinen Klinkerbau.

„Moin, Feldmann!“

Der grauhaarige Mann an dem altersschwachen Schreibtisch schaute auf: „Mönsch, Karshüsing – was verschlägt dich zu uns Provinzeiern?“

„Ich unterhielt mich gerade mit eurem Rockerhäuptling. Unsere Wasserleiche stammt nämlich aus Völlersode, und als sie noch kregel war, gehörte sie zur Stammkundschaft im Bambi-Club.“

„Würde jeder, der zu diesen Puffgängern gehört, eine Lampe auf dem Kopf tragen, dann wäre Hinterrode hell erleuchtet. Und wir könnten uns das Geld für die Straßenbeleuchtung sparen. Was hat er denn gesagt? Willst ’nen Kaffee, Karl?“

„Von eurem Mokka-Asphalt? Nee, danke. Gesagt hat er, dass er nichts zu sagen hat. Und seine Jungs waren auch nü nüch irgendwo mittenmang oder auch nur am Rande dabei gewesen.“

„Tschaja – unser Wohltäter, das große Unschuldslamm. Du weißt, dass er die gesamten Finanzen der Road Raider verwaltet. Bundesweit.“

„Woher soll ich das wissen? In eurem ‚Heide-Boten‘ steht davon ja nichts. Gut, manchmal lese ich natürlich auch eine der größeren Zeitungen.“

„Tscha – verstehen kann man das zwar nicht. Wohl aber erklären. Für den Heinrich Aaltorf, den Verleger von unserem Käsblatt also, sind die goldenen Zeiten auch vorbei, wie eigentlich für die gesamte Geschäftswelt hier. Internethandel und so. Der Bär ist eigentlich der letzte interessante Anzeigenkunde, mit seinem ‚Samurai‘, diesem Taek-Won-Do-Club für die türkischen Jungmänner, mit seiner Bowling-Bahn, mit seiner Muckibude da unten im Gewerbegebiet und natürlich auch mit seinen Betrieben für erotische Dienstleistungen, vom Porno-Shop bis hin zur Telefonsex-Bude. Das ganze Blatt wirkt dadurch zwar etwas schmuddeliger – aber das sind immerhin auch ein paar tausend Euro für Inserate, die noch in die Kasse fließen. Also darf der Krischan Hörmann nur Gutes über den Bär schreiben. Im Zweifel schreibt er gar nichts. Aus unserer polizeilichen Sicht sieht das natürlich anders aus. Du siehst also: Wichtig ist bei uns nur das, was nicht in der Zeitung steht.“

„Nun ja, Journalismus ist eine Kastratenveranstaltung, das wissen wir am besten. Was steht denn nicht drin über den Bär?“

„Beispielsweise, dass seine Jungs kürzlich eine Abschlussfeier von Abiturienten aufgemischt haben, nur weil die nicht den Bär‘schen Ordnungsdienst eingesetzt hatten. Das kostete den Aaltorf zwar einige Abos von empörten Eltern, die auf den Ausgaben für ihr Hansaplast sitzen blieben, aber die Kosten-Nutzen Abwägung ließ Aaltorf wohl den bewährten Weg der Omerta verfolgen. Auch einige von uns bekamen übrigens im Getümmel was auf die Fresse. Auf Druck des Bürgermeisters wurde die Anzeige dann niedergeschlagen – ein Herumstochern im Dreck würde doch nur dem touristischen Ruf unserer idyllischen Gemeinde schaden.“

„Oha – Rechtsbeugung im Amt?“

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Das Mammut im Nippes-Laden

Ein solches Scherbenmeer hat der ‚Spiegel‘ nicht mehr erlebt, seit dieser Danton damals ‚Büchners Tod‘ schrieb – oder so ähnlich. Von weiteren Blome-Spenden bittet die Redaktion abzusehen …

Froihoit, die wir meinen …

Im Irrglauben „unter sich“ zu sein, wurden in zahlreichen Postings Muslime bedroht, Hitler verehrt und Juden beschimpft.“

Tscha – die wollten doch nur spielen …

Man kann’s – oder Mokanz

Jochen Buchsteiner ist London-Korrespondent der FAZ – und absolvierte ein Rhetorikstudium. Insofern glaube ich schon, dass er weiß, was er sprachlich treibt. Gestern hatte er in der FAZ aus aktuellem Anlass den Guardian zu fassen – und zwischen den Zeilen stänkert es in seinem Text immer ein wenig gegen jenen kleinen labour-liberalen Freibeuter, der sich in der englischen Hauptstadt noch immer gegen ‚Times‘ und ‚Daily Telegraph‘ mehr oder minder erfolgreich zu behaupten weiß. Der ‚Guardian‘ wisse seine Geschichten ‚fein zu portionieren‘ (die FAZ offenbar nicht), der Guardian achte bei den Geschichten ‚auf den passenden Anlass‘ (die FAZ offenbar nicht), Informationen würden manchmal ‚aus kommerziellen Gründen zurückgehalten‘ (bei der FAZ offenbar nie). Wenn das Verstöße gegen die guten Sitten des Journalismus sind, dann bin ich katholisch. Vollends euphemistisch wird’s bei Ausflügen aufs historische Parkett:

„Die erste Ausgabe erschien in Manchester, im Mai 1821, keine zwei Jahre nach dem „Peterloo-Massaker“, bei dem die Staatsgewalt hart gegen regierungskritische Demonstranten vorgegangen war.“

‚Hart‘ sei diese Regierung also vorgegangen, nur ein klein wenig ‚hart‘? Das große Blutbad bei Peterloo heißt doch nicht aus schierem Schandudel ein ‚Massaker‘. Es gibt überhaupt keinen Grund für diese Anführungsstriche, die Jochen Buchsteiner setzt. Die Gründung des ‚Guardian‘ steht am Anfang der englischen Demokratiebewegung für ein freies und gleiches Wahlrecht, die Zeitung begleitete und inspirierte wiederum diese Demokraten. Alles aber begann mit diesem niederkartätschten Aufstand gegen die Korngesetze und die Tory-Gentry. Punkt. ***

Die Geschichte des ‚(Manchester) Guardian‘ ist seither immer eng mit dieser englischen Wahlrechtsbewegung verbunden geblieben, auch mit William Gladstone, mit der Opposition gegen die Burenkriege, mit antikolonialistischen Bestrebungen, oder mit der Agitation für das Frauenwahlrecht. Der ‚Guardian‘, sozusagen der weiße Ritter unter Englands Tageszeitungen, behauptete sich – trotz seiner notorischen Tippfehler – als besonnenes Intellektuellenblatt der Engländer, ein Ruf, den der ‚Spiegel‘ hierzulande unter Stefan Aust längst leichtfertig verspielte. Dass die FAZ, die nur im Feuilleton ein solches (noch) ist, dass die sich hier in billige Mokanz flüchtet, wo sie genau das ironisiert, was sie selbst auch praktiziert, das mag aus konservativer Distanzierungssucht ja erklärlich sein. Intelligent wird sie, im Gegensatz zum ‚Guardian‘, weiterhin erst ab Seite 25 ff. Davor liegt die große Steppe von Altenbockum …

*** Hier noch kurz etwas zur Vorgeschichte: Nach dem Fall der Napoleonischen Kontinentalsperre gelangte russisches Getreide wieder ungehindert auf den englischen Markt. Die Kornpreise fielen deshalb zurück auf Normalnull, was wiederum der preisverwöhnten englischen Gentry, also den adligen Junkern Englands, ganz und gar nicht passte. Sie beschlossen – in einer Zeit, wo das Wahlrecht noch an Titel, Vermögen und an den großen Grundbesitz gekoppelt war – nahezu widerstandslos die sogenannten ‚Corn Laws‘: Fiel der Getreidepreis unter ein hoch angesetztes Limit, dann sollte gar kein Korn mehr eingeführt werden dürfen.

In der Nähe von Manchester kam es daraufhin zu einer Großkundgebung gegen diese Tory-Regierung. Die Oppositionsbewegung setzte sich für eine Aufhebung dieser Korngesetze und für eine Reform des Wahlrechts ein. Eine unbewaffnete Menge von 80.000 Menschen versammelte sich dort bei Peterloo, gegen welche die englische Regierung unter Lord Liverpool mehrere hundert Polizisten, Husaren und sogar Kanonen auffahren ließ. Beim anschließenden Gemetzel kamen dann waffenlose Männer, Frauen und Kinder ums Leben, viele hundert weitere wurden verletzt.

Beichtstuhl-Renaissance

So rasant wie Helene Hegemann hat noch keiner die Kurve gekratzt vom Berghain in den Feuilletonkatholizismus.

Das glaube ich gern – es liegt ja auch im Trend. Erst ein bisschen Rumpoppen, gewürzt mit ein bisschen Menschenverachtung und partizipatorischer Kapitalismuskritik, zum Schluss die moosbehangene Alleinseligmachende. Matussek, Kissler, Hegemann – willkommen beim Skat!

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