Stilstand

If your memory serves you well ...

Monat: Juli 2013 (Seite 2 von 4)

Der Pofalla wieder …

Übermittelt worden seien an die USA nur zwei Datensätze, in denen es um einen bereits seit geraumer Zeit entführten Deutschen gehe.“

Zwei mickrige Datensätze nur? Was für eine Blendgranate – und andererseits klar: Millionen anderer Datensätze saugten sich unsere verbündeten Schnüffels höchstselbst aus dem Transatlantik-Kabel, durch das alles automatisch ‚übermittelt‘ wird. Dafür brauchten sie tatsächlich keinen Briefträger namens Ronald Pofalla und auch keinen kleinen Dienstweg.

Dies war ein Beitrag aus der beliebten Reihe ‚Neuland: Wie Klein-Fritzchen sich die Welt vorstellt‘.

And the Beat goes on …

Oha – lauter Medien mit ‚Sanierungsbedarf‘. Da dürften aber viele abgeWAZte Journalisten bald neu auf den eh schon überfüllten Markt für Freie und Prekäre drängen. Und jetzt alle im Chor: Es ist nicht das Internet, es sind eure Verleger …

„Springer-Verlag verkauft „Hamburger Abendblatt“, „Berliner Morgenpost“, „Hörzu“.“

„Charleston was once the rage
History has turned the page …
And the beat goes on, the beat goes on
Drums keep pounding a rhythm to the brain …“

Petitessen

Die Geschichten, die Handelsblatt-Redakteur Sönke Iwersen recherchiert, entfalten immer wieder politische Sprengkraft. Im jüngsten Fall, der millionenschweren Sonderförderung des Firmenimperiums von SPD-Mann Klaas Hübner, hat jetzt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) Aufklärung versprochen. Als damaliger Wirtschaftsminister war Haseloff Aufsichtsratschef der landeseigenen Fördergesellschaft IBG. Wenn man einen solchen Job ernst nimmt, hätte man über die Ungereimtheiten informiert sein können – besser gesagt: müssen.“

Das schreibt uns, allenfalls ganz leicht nach Eigenlob duftend, der Gabor Steingart in seinen Newsletter vom ‚Handelsblatt‘ (leider nicht online) – und Übertreibungen bei der ‚Sprengkraft‘ sind auch ’ne Methode. Seltsam nur, dass er ‚SPD‘ fett setzt – und ‚CDU‘ eben nicht …

Noch so’n Guru

Unser Uli Dönch, Wirtschaftschef beim ‚Focus‘ und unter Deutschlands Kaffeesatz-Journalisten noch einer der auffälligsten, las jüngst ein Buch. Prompt wettert er gegen den Euro an, nicht zum ersten Mal: Wir sollten doch auf die Länder aus dem ‚Club Med‘ pfeifen, deren widerliches Erpressergehabe einfach ignorieren, und endlich aus dem Euro ‚austreten‘, so wie man auch aufs WC austritt, wenn die Blase zwickt. Schon würde sich ein Gefühl der Erleichterung einstellen …

Als Kronzeuge unseres ökonomiefixierten Simplificateurs dient dann einzig einer: Professor Walter Krämer, Deutschlands großer Kämpfer gegen jedwede ‚Sprachpanscherei‘ und Initiator eines arg verpufften Aufrufs von Anti-Mainstream-Ökonomen in der Euro-Krise – die älteren werden sich erinnern. Auf diesen FDP-Mann also stützt sich der ‚Focus‘ wie der Melker auf das Einbein seines Schemels. Unser kongenialer Krämer habe nämlich herausgefunden, dass alle unsere PIIGS-Staaten fast gar nichts zur deutschen Exportstärke beitrügen, und wenn, dann wären das alles nur Geschäfte auf Pump. Mit anderen Worten: Soll Europa erhalten bleiben, dann zählen für Realisten wie Dönch und Krämer sowieso nur die Exportkennzahlen. Monokausales Denken heißt das dann wohl:

„1995 gingen noch 46,6 Prozent der deutschen Exporte in jene 17 Länder, die heute die Eurozone bilden. 2012 waren es nur noch 37,5 Prozent. – Fast spiegelbildlich stieg der Anteil der Ausfuhren in „den Rest der Welt“ (alle Staaten außer den insgesamt 27 Ländern der Europäischen Union): Diese Exporte schossen von 35,9 Prozent (1995) auf 43 Prozent (2012).“

Tscha, das war eben 2012 – und der Einbruch könnte ja auch an der massiv abgeschöpften Kaufkraft in diesen PIIGS-Staaten liegen. Ein vernachlässigenswerter Restbestand von 37,5 % ist in der Ökonomie auch fast nichts. Wir halten hier bloß mal das Grundprinzip aller Statistik fest: Ich ziehe mir eine Linie von 1995 bis 2012 an die Wand, und verlängere die bis ins Jahr 3000. Dass inzwischen – und binnen eines Jahres – all diese famosen ‚Schwellenländer‘ jetzt auch schon am Rande einer Rezession dahintaumeln, das sei dem Dönch argumentativ geschenkt. Statistik als Wissenschaft von der Fortschreibung mehr oder minder geeigneter Kennzahlen ist notorisch blind für Brüche und jede Form von Emergenz

Wen er aber da zum Kronzeugen wählt, ist schon eher interessant. Denn es ist ein überaus seriöser Mann, dieser Walter Krämer, der nur jenen Fehler großer Männer hat, dass er als Mitglied der Gesellschaft zur Untersuchung von Parawissenschaften seine eigene Ökonomie notorisch aus der Debatte heraushält. Auf diesem Terrain verwechselt er gern schon mal ‚Durchschnittseinkommen‘ und ‚mittleres Einkommen‘, was ihm der Jens Berger einst genüsslich aufs Brot schmierte:

„Um diese Frage zu beantworten, lohnt es sich einmal, einen Blick auf die „Unstatistiken des Monats“ von Professor Krämer zu werfen … Dort findet man dann schnell heraus, dass Krämer es offenbar auf die Armutsberichterstattung abgesehen hat. … Dass Krämer laut Wikipedia auch FDP-Mitglied ist und in jüngerer Vergangenheit schon mehrfach durch fragwürdige wirtschaftsliberale Äußerungen aufgefallen ist, sei hier nur am Rande erwähnt. Noch kurioser ist allerdings, dass selbst der Statistikprofessor dem Irrtum aufgesessen ist, dass die Armutsgefährdungsquote sich an den Durchschnittseinkommen orientiert.“

Tscha – keine Zähne im Maul, aber ‚La Paloma‘ pfeifen, sagte man leicht flapsig in meiner Kindheit zu dieser Form selbstgewisser Wahrheitsfindung. Die einzige Konstante im Leben unseres Statistikers scheint mir zu sein, dass er jede Statistik gern gegen den Strich bürstet. Was dann wiederum viel über die praktische Wahrheitstauglichkeit unserer großen Hure Statistik aussagt. ‚Professor Besserwisser‘ und „Gemischtwarendenker“ nannte ihn die ‚Zeit‘ in einem längeren Artikel deshalb schon mal. Für den ‚Focus‘ ist so jemand natürlich sehr bequem: Ein Experte, der zu jedem Thema etwas sagen kann, vor allem aber bereitwillig jedem Affen den gewünschten Zucker gibt. Die Redaktion denkt sich flugs eine steile These aus und ruft dann den Professor an. Auch, wenn nicht immer alles auf dem eigenen Mist zu wachsen scheint:

„Wie der Statistikprofessor Walter Krämer gemeinsam mit seiner Tochter Eva das bei Eichborn erschienene „Lexikon der Städtebeschimpfungen“ zusammenklabautert hat.“

Und schon ahnen wir, mit wessen Kompetenz der Herr Uli Dönch Schicksalsfragen der Bundesrepublik lösen möchte. Oder aber, er denkt sich, was im ‚Focus‘ steht, das ist ja eh egal. Möglich ist alles, fragen Sie Professor Krämer …

Aus dem Sommerloch

Physikprofessor Wetterich erfindet Universum neu
Herzogin Kate bringt Sohn zur Welt
Es ist ein Prinz
Schwitzen und Schnäppchen – das ist heute wichtig
Dramatische Szenen: Heißluftballon landet in Ehrenfeld
Der große Plitsch-Platsch-Atlas: Die schönsten Badeseen in NRW
Menschliche Körper – absolut faszinierend
Touristen sind doof – Was für ein Blödsinn!

Medien sind irrelevant – Was für ein Blödsinn!

Im Stanzenparkhaus

Woran merke ich eigentlich gleich, dass ich es mit einem journalistischen Text zu tun habe? Zumeist liegt es an den Stanzen, an den Bewohnern eines kleinen Wörterzoos, die jedem Schreiber umstandslos zu Hilfe eilen, sobald Not am schnellfertigen Begriff herrscht.

Das sei jetzt aber „zu kurz gedacht“, warnen da schon erste Kritiker, die zwar selber nicht viel länger denken können, die aber befürchten, dass sich „in der Bevölkerung immer mehr Unmut breitmachen“ könnte über diese langweilige Vorhersagbarkeit der journalistischen Sprache.

Jaja, dieser ‚Unmut‘! Auf die Dauer verliert der Journalismus dadurch nicht nur immer mehr an Esprit, sondern „zunehmend auch an Rückhalt in der Bevölkerung“. So was kommt eben von so was …

„Flexibel reagieren“, empfehlen einige als Remedur. Das alles spiele sich doch noch „im Halbschatten einer nicht thematisierten Krise ab“. Was tun? Vielleicht ginge es darum, als erstes „einen ehrgeizigen Zeitplan“ aufzulegen? Tscha, warum immer nur bei der Ehre geizen …?

Schon aber droht neues Ungemach. „Angesichts des schwierigen Umfelds“ gilt es, den wahren „Dreh- und Angelpunkt“ ins Auge zu fassen, sonst bediene man nur „typische Vorurteile.“ Wer’s begreift, kriegt Bonuspunkte …

Eins ist jedenfalls unmittelbar klar – das Thema erregt die Gemüter“, am meisten in den Redaktionen, wo solche Behauptungen immer wieder „durch die Debatte geistern,“ wie einst die weiße Frau. Was wäre, wenn jetzt die Journalisten „öffentlichkeitswirksam“ à la Depardieu die Republik in Richtung Russland verließen, also „ihren Wohnsitz ins Ausland verlegten,“ wo ihre Steuereinnahmen dann nicht mehr „in die Kassen von Bund und Ländern fließen““ Ja, was wäre denn dann? Sollten sie nicht doch besser „lukrative Kabinettsposten“ anstreben …?

Anmerkung: Dieser Text hat mich einschließlich Fundstellensuche handgestoppte 22 Minuten gekostet: Fundstellen aneinander nageln, ein wenig Pseudo-Zusammenhang dazwischen erzeugen … fertig ist die Laube. Und das Tagewerk getan.

Dialogführung

In meinem allmählich heranwachsenden Bauernroman aus der Jetztzeit habe ich das Problem der Dialogführung für mich inzwischen gelöst. Keine indirekte Rede, kein ’sagte, sagte, sagte‘, nur ein paar dazwischen gestreute Handlungen, sonst nur das, was auch tatsächlich geredet wird, wobei sich (hoffentlich) die Frage, wer dort gerade spricht, aus dem Kontext ergibt. Hier ein Beispiel – der ‚Maisbaron‘ ist gerade aufs Revier gestürmt:

„Ist das mein Sohn, den sie dort aus der Aller gezogen haben?“. Fritz Riethmüller kannte weder ‚Guten Tag‘ noch ‚Guten Morgen‘, er beherrschte einzig den Befehlston.

„Wir wissen es nicht.“ Karshüsing war um den Erhalt seiner morgendlichen Ruhe bemüht: „Sie sind Friedrich Riethmüller der ältere, nehme ich an?“

„Jawoll. Und während Sie sich hier tatenlos im Büro die Nüsse schaukeln, bin ich frühmorgens schon quer durch den Landkreis geheizt.“ Das grüngraue Jackett mit den Hornknöpfen bebte: „Ich will ihn sehen. Dann sage ich Ihnen, ob das mein Sohn ist.“

Karshüsing musterte den hageren Achtziger: „Besser nicht. Viel zu sehen gibt‘s da nämlich nicht. Wir wissen bisher nur, dass dieser Leichnam drei Messerstiche im Rücken aufweist. Es geht folglich um Mord – und ihr Sohn ist seit einigen Wochen vermisst gemeldet. Hatte er denn Feinde?“

Riethmüller rückte sich zurecht: „Wer hat die nicht? Es gab immer schon die Erfolgreicheren – und diejenigen, die mit der Zeit nicht Schritt halten können und sich dann das Maul zerreißen.“

„Aber dass sich deswegen gleich ein ganzes Dorf in zwei Hälften zerlegt …“

„Hören Sie doch auf: Dass der Kienacker und seine Mischpoke von den ‚Bäuerlichen‘ uns den Erfolg neiden, ist klar. Das sind Habenichtse und Öko-Terroristen, die lassen sich vor jeden Karren spannen, auf dem die Grünen und anderes ideologisiertes Pack hocken. Wenn’s nach denen geht, sind wir Bauern alle bloß noch Bambi-Mörder und Maisbarone. Mit jedem Jahr wird das schlimmer. Als jetzt, übrigens gesetzlich und streng legal, die Ergebnisse der Flurbereinigung bekannt gegeben worden sind, rasteten einige im Dorf vollends aus, bloß weil sie ein paar Äcker tauschen sollen.“

„Wer hat da denn was gemacht?“, Jenny hatte den Raum betreten.

„Na, protestiert haben die, Petitionen geschrieben, Widersprüche eingelegt – und mir dann Steine ins Gülleschott geworfen. Die Polizei aber ist etepetete – die mochte da nicht lange dran riechen. Drei Tage stand meine Anlage still. Und in der Einfahrt zu meinem Hof lag vor vier Wochen morgens ein Schweinskopf.“

„Was wollten die ihnen denn damit bloß sagen? – Woher wollen sie eigentlich wissen, dass ‚die‘ das waren? Wer sind überhaupt ‚die‘? Haben Sie jemand gesehen?“

„Wer sonst soll das denn gewesen sein? In Völlersode wohnen doch nur ich, der Klaasmann – und dann eben all die anderen. Sonst weit und breit niemand.“ Riethmüller hatte sich Schweiß geredet und fuhr mit dem Ärmel über die Stirn.

„Ganz schön einsam, so’n Bauernleben!“ Der Sarkasmus in Karshüsings Stimme troff: „Was kam bei den Ermittlungen denn heraus?“

„Gar nix kam dabei heraus: Ermittlungen gegen Unbekannt mangels Erfolgsaussicht eingestellt. Punkt. Die ganze Bande hält ja zusammen wie Pech und Schwefel. Wenn‘s eng wird, bauen sie sich eine Wagenburg aus Alibis. Am schlimmsten aber ist dieses dämliche Grinsen, wenn sie mich sehen.“

„Das ist ja nicht verboten.“

„Aber das macht ein Dorf kaputt. Früher wurden wir großen Bauern geachtet – und die anderen zogen die Mütze.“

„Nun ja, das alte System kenne ich auch, schließlich bin ich auch auf einem Dorf aufgewachsen. Das geschah, weil man die Großen brauchte. Wozu braucht man Sie heute noch, lautet da doch die Frage.“

„Kommen Sie mir nicht komisch.“ Riethmüller war ehrlich empört: „Ich verschaffe den bäuerlichen Anliegen eine Stimme im Landtag, ich sitze in den Aufsichtsräten von Saatgutfirmen und Fleischverwertern, ich kenne die entscheidender Männer in den Verbänden.“

„Komisch, dass ihre Dorfgenossen Ihr segensreiches Wirken wohl anders erleben. Vielleicht sind ihre Anliegen ja nicht mehr deren Anliegen. Ging ihr Sohn eigentlich oft in den Puff?“ Jenny wechselte das Thema.

„Wer tut das denn nicht?“

„Naja – mein Mann zum Beispiel.“

Riethmüller musterte Jenny von oben bis unten – und zurück: „Warten Sie mal, bis Sie Falten kriegen. Karl war schließlich Witwer – und durch die Rippen schwitzen kann er sich das ja nicht.“

Inzwischen gibt’s noch diverse andere Vernehmungen zur Erläuterung der neuen dörflichen Sozioökonomie, ein Mechaniker verklogfidelt uns auf Platt die Funktionsweise und die Gewinnchancen einer Biogasanlage, eine deftige Keilerei mit Auftrags-Rockern im Gasthof kommt hinzu (1:0 für die Arbeitsgemeinschaft übrigens), der Vertreter der Regionalpresse heult sich über ideologische Zwänge bei der Berichterstattung aus, ein versprengter Dorfphilosoph wandert auf den Spuren von Arno Schmidt, eine schwangere Bäuerin muss am Saustein lecken, ein Vertreter der Flurbereinigung wird aus dem Saal gebrüllt, der Gastwirt hat auch was zu melden, als nächstes reisen chinesische Investoren mit ordentlich Ballyhoo in der Kleinstadt an, und der Kommissar muss morgen ins Bordell. Derweil wird die Lage auf den Dörfern explosiv: In allen Schuppen lagert säckeweise das hochgefährliche Ammoniumnitrat …

Korrupt sind nur die anderen

Diese umfangreiche Studie über ‚Journalismus und Korruption‘ verdient es allemal, zur gefälligen Kenntnisnahme hier verewigt zu werden. Kein Berufsstand ist wohl so immun gegen Selbstkritik wie ausgerechnet die schreibende Zunft – und es sind eben nicht nur die Auto- und Reisejournalisten, die ihre Finger bis zum Ellenbogen ins Honigtöpfchen stecken …

Nö, ach wat!

Deutschland ist kein Überwachungsstaat“, sagt Kanzlerin Merkel auf ihrer Sommer-Pressekonferenz.

Deutschland sei ein ‚Land der Froihoit‘. Auch wenn’s für alle anderen ganz anders aussieht, auch wenn alle Erkenntnisse gegen diese Wünsch-dir-was-Sicht sprechen. Im Kern hat sie gesagt: Ich weiß zwar von nix, aber gerade deshalb weiß ich, dass es kein Schnüffelstaat sein kann. Oder: Ich habe zwar keine Ahnung von Mathematik, aber gerade deshalb weiß ich, dass die Lösung 2,73 lauten muss. Kurzum: Dumme Fakten sollten wir in der Politik einfach nicht beachten. Schon ist die Welt – widdewiddewitt! – ganz so, wie sie uns nun mal gefällt.

Physikerin … pffft! Ich muss gerade an eine Dampfnudel denken, weiß auch nicht, wieso.

Total retro, der Mann!

Mit der Entwicklung und Akkumulation des bürgerlichen Eigentums, d. h. mit der Entwicklung des Handels und der Industrie wurden die Individuen immer reicher, während der Staat immer verschuldeter wurde. Dies Faktum trat schon hervor in den ersten italienischen Handelsrepubliken, zeigte sich später in seiner Spitze in Holland seit dem 18. Jahrhundert … und findet jetzt wieder statt in England. Es zeigt sich daher auch, dass, sobald die Bourgeoisie Geld gesammelt hat, der Staat bei ihr betteln gehen muss und endlich von ihr geradezu an sich gekauft wird.“
Karl Marx, Deutsche Ideologie

Siehe zum Exempel auch Detroit, Griechenland, Irland, Bochum …

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