Stilstand

If your memory serves you well ...

Monat: Mai 2013 (Seite 1 von 4)

Die Füllwort-Queen

Kaum jemand verstreut so verschwenderisch Füllwörter zwischen den Zeilen, wie die Jennifer Nathalie Pyka. Dadurch gewinnen ihre Texte jenen unwiderstehlich verschwurbelten Charme eines Smalltalks am Pool im Barbie-Haus, den sie zu ihrem Markenzeichen machte. Hier ein Satz als Beispiel für das Verunklaren alles Klaren durch unaufhörliches Pseudo-Präzisieren und Pseudo-Einschränken. Ich entnahm ihn ihrem jüngsten Oeuvre, drüben beim ‚European‘:

„Allmählich glaube ich ja, dass der immer komplexer werdende Alltag viele Menschen überfordert.“

Hier dasselbe mit gekennzeichneten Entbehrlichkeiten:

Allmählich glaube ich ja, dass der immer komplexer werdende Alltag viele Menschen überfordert.“

Tscha, mein Meinen ist mein Chateau Platitude – Hauptsache, die Aussage steht erst im Nebensatz. Hier das redigierte Resultat, wo ich mir die Mühe machte, das große Geschwurbel auf den Kern der Aussage einzudampfen:

„Der Alltag überfordert die Menschen.“

Schon wären wir im Reich unhaltbarer Behauptungen angekommen. Alle sind nämlich überfordert, außer Barbie:

„Also, weißt du, Ken, mir ist so langweilig. Selbst das Shoppen bringt mir keinen Spaß mehr. All die Labels und Etiketten – da blick‘ ich gar nicht mehr durch. Ist doch eigentlich egal, was da drauf steht, der Fummel muss zu mir passen. Das ist doch schließlich die Hauptsache. Meinst du nicht auch? Der Handel wird doch wohl wissen, was er macht. Alle meine Freundinnen sagen das auch. Im übrigen, da bei Gucci, da habe ich gestern ein Kleid gesehen … och, Ken. Bitte bitte!“

Nebenbei: Füllwörter sind nicht grundsätzlich abzulehnen, ein Schreiber sollte sie kontrolliert einsetzen. ‚Aus den Synapsen frisch auf den Bildschirm‘ ist sicherlich nicht der richtige Weg. Näheres hier …

Auf den Hund gekommen

Wer sagt, der Sommer fiele aus? Der ‚Focus‘ steckt doch schon mitten drin im Sommerloch: „Ein Dorf sucht den Todesraser“ – so lautet der heutige Headliner in der Online-Ausgabe. Vorab, und um nicht missverstanden zu werden: Natürlich ist es tragisch, wenn junge Menschen sich zu Tode rasen. Ob der Wagen gestohlen war, ist demgegenüber ein Randaspekt. Aber selbst der Lokalpresse wäre ein solches Ereignis bestenfalls einen Zweispalter auf der dritten Seite wert. In Deutschlands bundesweitem Hort des Qualitätsjournalismus jedoch reicht es zur Langstrecke über drei hauchdünn ausgewalzte Klickseiten: Germany’s finest journalism, proudly presented by Linda Wurster.

Kein Detail bleibt uns erspart: Da ist der Kleingärtner, dessen Hühner so „schrecklich aufgeregt“ gewesen wären. Und dann diese verflixten Sanitäter: „Mit ihrem Hubschrauber haben sie in der Nacht bei der Landung meinen ganzen Rhabarber plattgeweht“, sagt der Rentner.‘ Eine eigens installierte Google-Map zeigt uns derweil haargenau, in welcher Kurve dieser grausame Unfall passierte.

Die Reporterin vor Ort hat sich raffinierterweise hinter die Brötchenkäufer im örtlichen Bäckerladen geschlichen: „Auch die Kunden spekulieren mit, nur wissen tut es keiner.“ Weiß nix, macht nix – heute kommt alles in die Wurst! Doch dann, während ein Polizeiwagen sich im Matsch festfährt, werden weitere sensationelle Details bekannt: „Zunächst sei die Straße durch den Unfall komplett versperrt gewesen, die Polizei sei gar nicht durchgekommen, sagt der 51-jährige S.“ Jaja, dieser Herr S., vermutlich ‚S‘ wie ‚Sherlock‘. Da ist die Polizei aber schon auf den Hund gekommen und zieht mit ‚Mantrailern‘ die Straßen entlang.

Aus ermittlungstechnischer Routine wird jetzt atemlose Spannung, der Leser sitzt gebannt und lauscht: „Spezialisten des Landeskriminalamts werden den Wagen untersuchen.“ Boah, ej! Längst aber zieht das Ereignis größere Kreise: „„Mich haben sogar Bekannte aus Schweinfurt extra angerufen, um zu fragen, was da bei uns los ist“, sagt [der Felsenkellerwirt]‘. Und während die Reporterin vorm Tresen an ihrem Selters nippt, erfährt sie neue, unglaubliche Details: „„Einer von [den Gästen] kennt die Frau, deren Auto der Unfallfahrer gestohlen hat, persönlich.“ Sogar persönlich, Mannomannomann! bzw. Frauofrauofrau!

Der unermüdliche Einsatz der tapferen Dorfbewohner zahlt sich schlussendlich aus, der ‚Todesraser‘ wird gefasst, ein arbeitsreicher Einsatztag geht zu Ende: „Die eigene Enkelin ist bei der freiwilligen Feuerwehr und war in der vergangenen Nacht bis halb fünf Uhr morgens dabei bei der Suche.“

Jaja, dabyebye! Dort war vielleicht was los in Schonungen! Der arme Rhabarber!

Willkommenskultur

Zu den mehr oder minder hervorragenden Eigenschaften der Sprache gehört es, dass sie Dinge aus dem Hut zaubern kann, die kein Mensch je sah:

„Rösler fordert Willkommenskultur für ausländische Fachkräfte.“

Jaja, unser Fiepsi als ‚Kulturschaffender‘. Was um Himmels willen soll das denn sein, diese ‚Willkommenskultur‘? Soll der Bürgermeister die Ankömmlinge an der Gangway mit einem Strauß roter Rosen per Handschlag begrüßen? Sollen leicht geschürzte Maiden den ausländischen Fachkräften einen roten Teppich ausrollen, während die Bigband spielt? Sollen randalierende Ausländerfeinde in der wichtigen Phase des Begrüßens doch bitte mal kurz die Schnauze halten? Und was passiert überhaupt danach, dann, wenn nämlich die Zeit des Willkommens vorüber und der Arbeitsvertrag unterschrieben ist? Ist diese ‚Kultur‘ jetzt ratzfatz wieder vorbei? Sobald der triste deutsche Alltag am Arbeitsplatz und auf der Straße die Fachkräfte einholt, dann, wenn der durchsichtige Wortschleier von einer eilfertig und windmacherisch dahergeschwätzten ‚Willkommenskultur‘ fällt, und das blanke Nichts erscheint?

Kurzum: Hohle Nüsse aus dem Wirtschaftsministerium, weil dem die Unternehmen besorgt meldeten: ‚Houston, wir haben da ein Problem‘. Sprachsalbaderei! Aber die vereinigte Presse lacht dieses Wort-Talmi nicht aus, sondern druckt’s und schweigt.

Vermutlich wollte er ja bloß einen humaneren, zivilisierteren und kultivierteren Umgang mit Ausländern fordern. Das aber wäre weiten Teilen seiner Partei dann sauer aufgestoßen, zum Beispiel dem Burschenschaftsflügel der FDP, denen mit den FPÖ-Allüren. Niemand kann rechts hetzen und links den Hut ziehen. Röslers Problem sind die eigenen Reihen …

Wie Artikel entstehen

Ein Blogbeitrag über meine Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit mit dem SPIEGEL zum Thema Prostitutionspolitik, die mich desillusioniert hätten, wenn ich es nicht schon gewesen wäre.“

Wenn Fritzchen einen Artikel über ‚irgendwas‘ schreibt, dann erfahren wir viel über Fritzchen, aber wenig über ‚irgendwas‘. Nein, mehr sag‘ ich jetzt nicht dazu. Der Text spricht für sich …

Nebenbei: In der letzten Ausgabe hatten sie ‚Meditation & Geistheilung‘ auf dem Titel, jetzt geht’s um ‚Sex & Crime‘. Was ist da bloß los beim Sturmgeschütz des Boulevards? Und was kommt als nächstes? „Ufos – es gibt sie doch!“ oder „Wuffwuff – die Wahrheit über Blondie“?

Das alltägliche Astro-Turfing

Lese ich nach Wahlen eine Headline, die da lautet „CDU stärkste Partei im Norden“, dann denke ich, es müsse sich hier wohl um den Wahlsieger handeln. Im Nachfolgenden erfahre ich dann, dass diese ’stärkste Partei‘ auf niedrigem Niveau stagnierte, dass sie also ihre Oppositionsrolle nicht zu nutzen verstand, ebenso wie ihre Buddies von der FDP, denen trotz eines Kubicki der Hut mit minus vier Prozent ganz besonders tief über beide Ohren gezogen wurde. Gegen alle Prognosen gewannen nämlich die beiden Regierungsparteien, die sonst bei Kommunalwahlen zumeist kräftig absacken (plus 3,2 und plus 3,4 %). Und das trotz einer inzwischen nahezu unüberschaubaren Berichterstattung über die furchtbaren Steuerpläne und die Kindersex-Vergangenheit der Grünen, wie auch über die Fettnäpfchen des Peer Steinbrück.

Gut, es handelt sich hier ‚bloß‘ um Kommunalwahlen, und um die ‚Kieler Nachrichten‘, eine zutiefst schwarze Monopolzeitung mit ehemaliger CDU-Lizenz aus der Landeshauptstadt an der Ostsee, die inzwischen zum Madsack-Imperium gehört. Da mag beim Verleger angesichts des Wahlergebnisses wohl keine rechte Freude aufgekommen sein. Die Schlagzeilen von ‚Welt & Co.‘ lauten schließlich ähnlich verschwiemelt. Trotzdem deuten solche redaktionellen Eiertänze für mich auf das Leiden jener Redakteure hin, die in ihrem Alltag unerwünschte Gewinner unter ferner liefen, und die Verlierer als heimliche Gewinner rubrizieren müssen.

Sage noch mal einer, wir hätten keine Meinungspresse. Positiv gewendet: Wie wenig vermag die beim Wähler noch zu bewirken …

Flatulenz

In Volkswirtschaften ist der Internationale Währungs-Fonds das, was ‚Moskau Inkasso‘ in der Privatwirtschaft ist.

Übung im Konjunktiv

Wären zwei Spieler des FC Bayern korrekterweise vom Platz geflogen (Ribéry, Dante), dann sähen die Sieger heute anders aus …

Wider den bösen ‚Ökologismus‘

Wenn der Jan Fleischhauer über Klimaskeptiker schreibt, dann erfahren wir zwar, dass er seine Buddies Dirk Maxeiner und Michael Miersch schon aus den seligen Tagen bei Broders ‚Achse des Guten‘ kennt, dass er mit ihnen mal auf einem Flussdampfer die Spree hinabgeschippert ist, von den Qualifikationen solcher ‚Klimaskeptiker‘ erfahren wir dagegen wenig. Dabei haben sich die beiden als bloße Journalisten inzwischen eine lukrative und industriefreundliche Nische in den Public Relations eingerichtet, wo sie als ’neutrale Journalisten‘ alltäglich den Klimawandel zu leugnen haben, und den ‚Ökologismus‘, einen aus den USA importierten Popanz, auch im deutschen Sprachgebrauch nach Kräften zu verteufeln trachten. Motto: ‚Erst bau‘ ich mir ’ne Sockenpuppe, dann hau‘ ich kräftig drauf‘.

Am Anfang einer solch gewagten Verteidigung sollte trotzdem redlicherweise immer die Frage nach der ‚Qualifikation‘ der beiden stehen:

„Zuerst standen Dirk Maxeiner & Michael Miersch beim Chemiekonzern Hoechst ‚in Lohn und Brot‘. Sie machten für den Chemie-Multi ‚phantasievolle Pressearbeit‘ (Handelsblatt) als Textchefs der umstrittenen Hoechst-Zeitschrift „Change“. Doch dann kamen die Werbeabteilungen der Konzerne auf die Idee, dass ’neutrale Journalisten‘ viel besser für Chemie-, Atom-, Gen- und Kohlekonzerne werben können als teure PR-Abteilungen der Konzerne.

Gut – wir wissen jetzt, es geht wohl um eine eher faktenarme, dafür aber höchst ‚phantasievolle‘ Pressearbeit: Nach dem Studium der Germanistik und Sozialpädagogik (Miersch) oder nach einigen Brrmm-Brrmm-Texten als Autojournalist (Maxeiner) wird man so in Deutschland prompt zum kritischen Klimawissenschaftler befördert, zumindest in der ‚Welt‘. Vielleicht sollte ich es dort auch mal als „kritischer Atomphysiker“ versuchen.

Fleischhauer regt sich jedenfalls darüber auf, dass eine wissenschaftlich hochkarätig besetzte Institution in Deutschland, nämlich das ‚Umweltbundesamt‘ (UBA) in Berlin, welches nach diversen Umbesetzungen seit des seligen Röttgen Zeiten keineswegs mehr eine Hochburg des ‚Ökologismus‘ ist, sondern eine schwarzgelb gelenkte Wissenschaftsinstitution, dass also diese Institution vor derart ‚kritischen Geistern‘ wie Miersch und Maxeiner ausdrücklich zu warnen wagt: ‚Was erlauben sich Strunz!‚. Im Kern lief die Kritik dieses Umweltbundesamtes sogar auf den Vorwurf blanker Scharlatanerie hinaus. Das empört den Jan Fleischhauer maßlos, schon aus Gründen alter Verbundenheit:

„Es ist jedenfalls ziemlich lange her, dass eine staatliche Institution in Deutschland erklärte, welche Meinungen in diesem Land haltbar sind und welche nicht.“

An diesem Satz ist so ziemlich alles falsch. Bestenfalls ist er geeignet, die Meute der Klimaskeptiker begeistert aufheulen zu lassen. Wissenschaftlich ‚haltbar‘ sind Meinungen nun mal nur, wenn sie ‚verifizierbar‘ sind. Wenn wir mal davon ausgehen – ich hoffe, der Fleischhauer widerspricht mir jetzt nicht – dass es sich auch bei den deutschen Universitäten zumeist noch um ’staatliche Institutionen‘ handelt, dann ist es eher die Regel, dass von dorther jene Hinweise kommen, welche Ansichten als wissenschaftlich seriös zu betrachten wären. Daran ist auch nichts ‚lange her‘. Nun ja, bekanntlich produziert die Industrie – auch die Meinungsindustrie – alle möglichen Waren, nur selten aber seriöse Ansichten.

Nach Ansicht universitärer Wissenschaft reden in manchen Zeitungen plötzlich allzu viele Blinde von der Farbe, dort, wo sich Sozialpädagogen und Motorjournalisten plötzlich über den Klimawandel verbreiten dürfen, zudem noch aus dem Dunstkreis interessierter Berichterstattung heraus. Im Grunde wehrt sich hier die Wissenschaft gegen den publizistischen Siegeszug der Public Relations – die manchmal eben auch ‚moderner Qualitätsjournalismus‘ genannt werden wollen.

Noch bräsiger – und wie gewohnt höchst lauthälsig – wirft sich prompt der Henryk M. Broder für seine Kumpels bei der ‚Achse des Guten‘ in die Bresche, um diesen ‚Shitstorm‘ weiter anzufachen. Er scheut erwartungsgemäß nicht vor einer gewagten ‚braunen Parallelführung‘ zurück, gekonnt verknüpft mit einem Seitenhieb auf Erich des Roten Zeiten. So etwas ist schließlich sein publizistisches Markenzeichen:

„Das Umweltbundesamt beansprucht die Deutungshoheit beim Klimawandel für sich und stellt Journalisten in der Debatte an den Pranger. Ein solches Vorgehen erinnert an Reichskulturkammer und DDR-Regime.“

Naja, der Satz erinnert doch eher an Henryk M. Broder. Kurzum – für mich stellt sich der Sachverhalt inzwischen so dar: Arm in Arm inszenieren der Jan Fleischhauer und der Henryk M. Broder eine ‚Weißwäscherkampagne‘ für ihre publizistischen Mitstreiter und damit auch für die verbündete Industrie. Mit dem hanebüchenen Argument, dass das Bundesumweltamt gefälligst die Schnauze zu halten hätte, wenn ein Germanist und ein Autojournalist andere Leute mangelhaft qualifiziert und industriegesponsert verblöden. Eingefleischte PR-Vertreter sehen das natürlich komplett anders, mit den gewohnten Folgen beim Publikum – der böse, böse Ökologismus will uns doch alle nur versklaven:

„Die sektiererischen Ökologisten wollen Europa in die Steinzeit zurückführen, um ihre ureigenen idiotischen Ideale zu verwirklichen. Daher reiten sie auf der Welle des “Klimawandels” – nur ein Mittel zum Zweck. Der neue Hitler sind die Ökologisten – im Deckmantel eines Gutmenschen verkleidet.“

Tscha – lieber Steinzeit, als diese ’schöne neue Welt‘

Es passt übrigens zum Bild, dass die beiden Gutächsler den Text des Umweltbundesamtes nirgends verlinken. Wo sollte das auch hinführen, wenn sich jeder selbst ein Bild macht? Sie würden halt so gern weiterhin unter der Flagge ‚kritischer Journalisten‘ segeln, weshalb sich auch ihr Leib-und-Magen-Blatt auf höchster Ebene empört über „das ungewöhnliche Vorgehen des Uba, kritische Journalisten an den Pranger zu stellen.“ Immerhin, wir wissen jetzt, dass es Teile der deutschen Publizistik als ‚ungewöhnlich‘ erachten, wenn ihre Textfabriken von Wissenschaftlern überhaupt noch als kritikwürdig betrachtet werden. Zumeist scheint unter Wissenschaftlern wohl das unkluge Motto zu gelten: ‚Was schert es die Eiche …‘. Das große Publikum erfährt das, was es von der Wissenschaft weiß, nämlich dann aus einer kontaminierten Presse. Ich würde mir mehr mitdebattierende Wissenschaftler wünschen.

Der inkriminierte Passus in der Broschüre lautet übrigens so – und ist deshalb in seiner Unangemessenheit gaaanz schröcklich, fuurchebaar und unverzoihlich: „Auch in Zeitungen und Zeitschriften, Rundfunk und Fernsehen tauchen mitunter Beiträge auf, die nicht mit dem Kenntnisstand der Klimawissenschaft übereinstimmen. Bekannt für derartige Beiträge sind die Journalisten und Publizisten Dirk Maxeiner und Michael Miersch. Die Autoren verfassten gemeinsam Bücher und schrieben für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Gegenwärtig veröffentlichen sie wöchentlich eine Kolumne in der Zeitung „Die Welt“.“ Nicht auf dem ‚Stand der Wissenschaft‘ wären die beiden? Das geht doch schon mal gar nicht, das ist doch wahrlich ehrabschneidend …

Solche Burschen versohlt man

An dieser Stelle möchte ich doch noch einmal daran erinnern, dass in der Weimarer Republik die ‚Völkischen‘ mitsamt ihrer ‚Rassenlehre‘ auch vor allem von den Universitäten und aus den Burschenschaften kamen – mit bekannten Folgen. Die NSDAP sah sich als ‚Jugendbewegung‘ und wurde damals weithin von einer völkisch genordeten ‚akademischen Jugend‘ angeführt. Ein Abitur allein macht auch niemanden vernünftig – genügend Irre gibt es auf allen Ebenen der Gesellschaft:

‚In der Deutschen Burschenschaft (DB), deren Mitglieder sich ab diesem Donnerstag beim Burschentag in Eisenach treffen, wird erneut über eine Art „Ariernachweis“ diskutiert.‘

Stimmen ihrer Herrin

Fragt man „Bild“-Mitarbeiter, geben die zu, dass der Auftrag für positive Rösler-Artikel „von oben“ komme. Denn für die „Bild“ ist Rösler immer dann besonders „cool“, wenn er dem Axel Springer Verlag hilft.“

Jaja, all dieser unabhängige Qualitätsjournalismus …

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