Stilstand

If your memory serves you well ...

Monat: November 2012 (Seite 1 von 4)

Griff ins Klo beim ‚Cicero‘

Sind denen in der Kantine beim ‚Cicero‘ die Tofu-Burger verschimmelt? Hat das ökologische Terror-Regime den Zigarettenständer im Supermarkt abmontiert? Gab’s etwa Geld von der Großstadt-CDU, diesem politischen Oxymoron? Jedenfalls wirkt der derzeitige Online-Auftritt ein wenig multipel in seiner Themeneinfalt:

1. Das neue Öko-Bürgertum: Autoritär, etatistisch, regelungsverliebt.

2. 20 Gründe, warum Ökobürger nerven!

3. Möchtegern-Elite: Öko-Konsum bedeutet nicht Bürgertum

Ergänzung: Das leicht verschnarchte Thema scheint dort beim Möchtegern-Großstadtmagazin gerade unendlich aktuell zu sein. Inzwischen treiben die Monomanen dort ihr Spiel noch weiter: „Die Grünen blasen zum Angriff auf die CDU.“ Tscha – ich muss es wohl an den Ohren haben, denn ich habe bisher so gar keine Trompeten gehört. Klar ist jedenfalls, dass der ‚Cicero‘ auf dem medialen Meer etwas fährt, was wir umgangssprachlich eine ‚Kampagne‘ zu nennen pflegen. Bleibt die Frage, was das bloß bewirken soll?

Der ‚Cicero‘ trat einst an, um das neue intellektuelle Großstadtmagazin zu werden – so etwa in der Nachfolge von Enzensbergers ‚Transatlantik‘. Denker und Lenker sollten dort zu Wort kommen. Davon sind sie heute weit entfernt. Inzwischen müssen wir dort solche Sätze lesen, von einem Alexander Grau, die den Beweis führen, dass der Verfasser nachweislich weder das eine noch das andere ist:

„Das so genannte neue Bürgertum ist eine Sammlungsbewegung der Furchtsamen, der Übervorsichtigen und Mutlosen: Man ängstigt sich vor Kernkraftwerken, Elektrosmog, vor Gentechnologie, „den Märkten“ oder auch nur den Ungleichheiten, die das Leben so mit sich bringen kann.

Gut, wir haben es hier also klarerweise mit einer Publikumsbeschimpfung zu tun, mit einer Eigenpublikums-beschimpfung sogar. Denn die Frage ist doch, welches Publikum hier beschimpft wird. Es ist die gebildete, bürgerlich kultivierte Leistungselite aus den Reihen der ‚LoHas‘, die sich hier derart niedermachen lassen muss, obwohl sie im urbanen Raum längst die Mehrheiten stellt. Der ‚Cicero‘ schießt derzeit aus allen Rohren auf sein eigenes Leserpotenzial, das man doch eigentlich zu gewinnen trachten sollte.

Alexander Grau aber möchte wohl lieber jene Leute erreichen, die in den Ferien vor Kernkraftwerken campen, die jeden Morgen mit Elektrosmog duschen, sich mit Vorliebe Genfood aufs Brötchen schmieren, trotz aller Erfahrungen noch immer ‚den Märkten‘ vertrauen und jede Form von Ungleichheit für gottgewollt halten. Denn das seien die wahren Aufgeklärten. Nun ja, nachts sind auch alle Katzen Grau. Folgerichtig melden sich seine Geistesgenossen, die hier vorurteilsmäßig adressierte kleinbürgerlich-wissenschaftsferne Schicht der ‚Klimaskeptiker‘ und sonst irgendwie Verrannten als erstes zu Wort. Die äußern sich in ihrer Blindheit beispielsweise so, ohne je den Balken im eigenen Auge zu sehen:

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Nuancen

Unsere treudeutsche ‚Wirtschaftswoche‘ mag so etwas von ihrer FDP gar nicht glauben und greift grammatisch zum Putativ: „Der Bericht soll frisiert worden sein.“

Der FAZ ‚offenbart‘ sich auch kein Handlungsbedarf – schon gar kein Skandal, ‚bloß wegen so’n büschen Redigieren‘: „Vor der Veröffentlichung sind offenbar einige Sätze geändert worden.“

Der ‚Spiegel‘ sieht dagegen überall nur noch Löcher im Käse: „Kritische Sätze fehlen, Hinweise auf unbequeme Fakten sind verschwunden

Das ‚Handelsblatt‘ zieht sich auf rhetorische Fragen und auf Fiepsi Rösler zurück, und konstatiert einen erwünschten Wandel vom ‚Armutsbericht‘ zum ‚Wohlstandsreport‘: „Wurde der Armutsbericht der Bundesregierung geschönt? Nein, sagt Philipp Rösler.

Der ‚Stern‘ denkt an den Mann auf der Straße und verfällt ins Umgangssprachliche: „Gerechtigkeitslücke? Hamm wa nich. Jedenfalls entfiel ein entsprechender Satz im Armutsbericht der Bundesregierung.

Die ‚Süddeutsche‘ zielt mit den echauffierten Sozialverbänden prompt auf die Falsche, denn die Schönfärber saßen bekanntlich im FDP-Wirtschaftsministerium, diesem Taka-Tuka-Land liberaler Utopisten: „Sozialverband warnt von der Leyen vor Zensur.“

Die ‚Welt‘ hingegen weiß als einziges Qualitätsmedium von revolutionären Umtrieben zu berichten, die der weiße Ritter Fiepsi Rösler mit Fug bekämpft hätte: „Passagen, die den Eindruck von „sozialen Unruhen“ erweckten, seien zu Recht gestrichen worden.

Die ‚Zeit‘ ist eher etepetete und mag sich die Finger nicht schmutzig machen; sie zitiert vorwiegend Zitate anderer Leute: „Die Süddeutsche Zeitung zitiert den FDP-Vorsitzenden und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, der Bericht habe nicht „der Meinung der Bundesregierung“ entsprochen.“

Nur auf ‚Twitter‘ geht unter dem Hashtag #armutsbericht so volksnah zu, wie es unsere Realitätsverleugner in den Ministerien verdient haben.

So gemein ist eben nur das Internet – so fies ist nur der Medienwandel – und ‚abgehoben‘ ist für das, was unsere Medien größtenteils schreiben, gar kein passender Ausdruck mehr. Aber gut, sie fahren dahin …

Kenne ich doch irgendwoher …

Die Qualität solle unter den Sparmaßnahmen aber nicht leiden. Der Geschäftsführer der Spiegel-Gruppe, Ove Saffe, kündigt einen Sparkurs für sein Unternehmen an. … „Der Journalismus ist nicht in der Krise, sondern hat Chancen wie nie zuvor“, sagte Saffe weiter.

Ach, woher denn! ‚Schangsen‘ wohin man schaut! Das Publikum weiß Qualität im Journalismus eben zu schätzen; gut gemachte Medien sind unverzichtbar, vor allem, weil sie jedem etwas bieten; der Bedarf für Qualitätsjournalismus wächst auch deshalb ungebremst immerdar, weil die Menschen nun mal Orientierung benötigen; das ist der Grund, weshalb die Auflagen sich dann so verhalten, wie sie`s tun. Der Sparkurs ist daher ohne verantwortbare Alternative …

Ich sag’s mal so: Mit Beliebigkeit und einem redaktionellen Heute-hier-morgen-dort-Prinzip wurde seit den Tagen des Gestütsbesitzers der ‚Spiegel‘ ganz sutje piano vor die Wand gefahren. Und jetzt steht er da …

Die Insinuation

Zu den moralischen Übungen eines angehenden Journalisten sollte es gehören, gleich anfangs auf Maximaldistanz zu Henryk M. Broder zu gehen. Ein besonders rachelüsternes Stück hat er sich diesmal in der ‚Welt‘ geleistet, wo er sich an Jakob Augstein und Günter Grass ganz Robert-Gernhardt-mäßig einen Text abrubbelte. Beide Genannten sind bekanntlich eher Linke – und da wäre es doch gelacht, wenn es einem Broder nicht gelänge. denen per Wortgewalt massiven Antisemitismus ans Bein zu tüddeln. Sein Text eröffnet so:

„Ein Antisemit ist jemand, der die Juden noch weniger leiden kann, als es an sich natürlich ist“: Diese Definition soll eigentlich ironisch sein. Aber genau so denkt es in Jakob Augstein.

Nun – ich käme aus ermüdender Erfahrung mit unserem Ein-Themen-Polemiker natürlich gleich auf die Idee, dass jenes ‚Es‘ dort eher so in Henryk M. Broders Hirnkasten rumoren dürfte. Der unbedarfte Leser aber vermutet, dass jenes angeführte Pseudo-Zitat wohl entweder vom Jakob Augstein stammen könnte (in dem ‚es‘ – laut Broder – ja exakt so denken soll) oder aber von einer mehr oder minder bekannten anderen Autorität. Deshalb, weil unser McCarthy des Antisemitismus es inmitten weiterer Zitate über den Antisemitismus platziert, von Adorno bis hin zu Bebel. In der FAZ hat er übrigens mal vage behauptet, sein Selbstgestricktes käme irgendwie ‚aus dem Amerikanischen‘ … so wie ein beliebiges Nazi-Zitat dann ja auch ‚aus dem Deutschen‘ käme. Wie das fragliche Bonmot von dort aber in den Kopf Jakob Augsteins gelangt sein soll, das würden wir jetzt doch gern mal erfahren. War etwa der Jakob Augstein kühn genug, den Henryk M. Broder zu rezipieren?

Kurzum – für mich dient der fragliche Satz vor allem der ‚Einflüsterung‘, der Insinuation. Dieses vorgeblich amerikanische On-Dit stammt in meinen Augen von Henryk M. Broder himself, der sein eigenes Denken mit Hilfe von Anführungsstrichen hier überhöht und als Autorität inszeniert. Broder, dies also mein Schluss, phantasiert sich etwas darüber zusammen, wie es in Jakob Augsteins Gehirn wohl zugehen dürfte – und kommt damit im real existierenden Qualitätsjournalismus ungeschoren durch den Faktencheck. Obwohl es jedem Redaktionseleven eigentlich auffallen müsste, dass jenes fragliche Zitat an die Qualität der historisch überlieferten anderen gar nicht heranreicht. Der Witz und der gekonnte Aphorismus, man erlebt es wöchentlich, ist nun mal nicht das Metier des Henryk M. Broder.

Autoritativ – so sehe ich das – setzt sich Broder also selbst als vertüddelte Autorität für Antisemitismus ein. Immer mal wieder. Tscha, ihr werdet sein wie Gott … und dann sogar in die Gehirne anderer Leute schauen können.

Woran aber macht er jetzt – außer an mutmaßlich fliegenfängerischen Zitaten – den angeblich hochgestylten Antisemitismus eines Jakob Augstein fest. Nun – zum Beispiel daran, dass der Sohn des Spiegel-Gründers wohlgeformte Sätze zu sprechen weiß und gut gekleidet daher kommt. ‚Indiz!‘, schreit ‚Es‘ da aus unserem Henryk M. Broder heraus: Treitschke, Marr und andere Antisemiten konnten auch gerade Sätze formulieren und liefen gut gekleidet herum! Und deshalb wären alle wohlgekleideten Menschen in Deutschland auch latente Antisemiten, die sich nur graduell von den Radauantisemiten unterscheiden — Ja, geht’s noch? Gemäß dieser Logik müsste ich denken wie ein gewisser amerikanischer Präsident, nur, weil ich auch schon mal auf dem Deck eines Flugzeugträgers stand …

So rappelt das wortgewaltig und intelligenzbefreit weiter vor sich hin, bis die Zeilen sich biegen. Und bis uns Netanjahus bester Mann in Deutschland mal wieder erklärt hat, weshalb wir aufstehen müssten, weshalb wir ‚aus Staatsraison‘ brav in die Händchen zu patschen und ‚Shalom‘ zu rufen hätten, dann, wenn eine nationalistisch vergurkte israelische Likud-Regierung demnächst tatsächlich iranische Atomanlagen angreifen sollte.

In diesem Punkt halte ich es doch weiterhin lieber mit vernünftigen Juden …

Nun auch dort

Spiegel TV“ erwägt, sich von Mitarbeitern zu trennen: 40 Vollzeitstellen könnten wegfallen. Grund dafür sei der Verlust von Auftragsproduktionen wie „Lanz kocht“.

Sicher scheint nur, dass niemand mehr sicher ist … solche Marken wir ‚FTD‘ und ‚Frankfurter Rundschau‘ – das waren eh seit Jahren Wackelkandidaten. Aber jetzt kann man auch auf den großen Hamburger Medienverband in Journalistenhand kein Eigenheim mehr bauen.

Halbfalsch

Als ich von dem großen Lamento hörte, das Frank Schirrmacher in der FAZ über den Medienwandel anstimmt, war ich natürlich auf die neuesten Entwicklungsschritte seit ‚Payback‘ bei Deutschlands letztem Großfeuilletonisten gespannt. Allerdings war ich nicht auf ideologische Halbwahrheiten gleich eingangs im Text gefasst. Dort wird nämlich mit Hilfe einer Binse handfester Unsinn in den Text eingeschmuggelt:

„Im Zeitalter des Internets kann jeder alles sein, Verleger, Lektor, Autor, Journalist. Jeder kann partizipieren, jeder Geld verdienen. Das ist das Mantra.“

Ein Jedermann-Medium ist das Netz tatsächlich geworden, es würde auch ohne Verlage und ohne die Welterklärbären vom Journalismusgewerbe funktionieren. So weit, so gut. Von einem ‚Mantra‘ aber, wonach jeder im Netz Geld verdienen könne, habe ich hingegen seit ungefähr Anno 2005 nie wieder etwas gehört. Das Netz steckt eher voll mit Tausenden von Klageliedern, dass im neuen Medium eben so gar kein Geld zu verdienen sei. Ganz vorne in diesem Orchestergraben übrigens die großen Verlage mit ihren großen Alarmtrompeten. In den Ohren der gewöhnlichen Netzbewohner klingt ‚Geld verdienen im Internet‘ dagegen eher wie das verlogene Mantra aller Drückerkolonnen: ‚Massenhaft Geld verdienen am Telefon‘. Dieses Mantra – wer erinnert sich noch? – war einstmals auf den Anzeigenseiten aller alten Medien daheim, und nahezu die einzigen, die heute noch nach Verdienst-möglichkeiten im Netz fahnden, sind diese Altmedien mit ihrem rastlosen Schrauben an Paywalls, Snippets, Klickwährungen, SEO usw. Diese Gruppe schimpft dann habituell über „lousy pennies“. Der Rest benutzt das Netz und freut sich dran – das eigene Geld aber wird woanders verdient.

Wenn dann noch der CEO eines anerkannt neoliberalen Flaggschiffs in Deutschland über ‚entfesselten Neoliberalismus‘ zetert, allerdings nur dort, wo er auf Amazon, Google und generell das ‚Silicon Valley‘ schaut, dann wird’s für mich ideologisch schräg und doppelbödig. Zum Trost sei ihm gesagt: Nur solange Google uns bessere Resultate liefert als Bing oder Yahoo oder Was-auch-immer, bleibt ihnen die Macht des Gurgelns erhalten. Sollte Google wie ein altes Medium beim Geschäftsmodell und bei der ‚consumer satisfaction‘ schwächeln, also beim schnellen Finden der zutreffendsten Resultate, dann ist es prompt mit der Vorherrschaft auch wieder vorbei, weil alle Macht im Netz auf der Freiwilligkeit und auf dem Nutzen beruht. Wer da versagt, dem ergeht’s wie AOL … und nach dem, was man so hört, schraubt Facebook seit dem Börsengang kräftig und in neoliberaler Geistesverwirrung schon an den Ventilen seines Schlachtschiffs.

Apropos – unter dem Artikel gibt es Lesermeinungen zur Genüge, die das nachlassende Interesse des Publikums an der Zellulosewelt allein dem Journalismus in die Schuhe schieben möchten, weil der sich statt als Aufklärer immer mehr als Dienstleister verstanden hätte, und das auch noch höchst selten am Leser. Diese Kritik übertreibt nur ein wenig …

So geht Qualitätsjournalismus

Dass sich jemand so sehr an mir, an meiner Kreativität, an meinem GEISTIGEN EIGENTUM bedient … ist einfach der Hammer. Dass der Text dann nach unkreativer Umschreiberei VIEL SCHLECHTER ist als meine Original-Kolumne, ist leider auch nur ein sehr kleiner Trost.

Angehende Eleven des Verlegertraums vom Qualitätsjournalismus möchten bitte folgende Gesetzmäßigkeit beachten: Bei der arbeitsökonomisch gebotenen Replikation von Fremdtexten ist eine durchgängige Verschlimmbesserung unbedingt erforderlich, weil sonst Copyright-Streitigkeiten entstünden, vor allem aber, weil sonst das sinkende Niveau, das der Qualitätsjournalismus gebieterisch fordert (daher im internen Sprachgebrauch auch zurecht ‚Billig-Content‘ genannt), weil sonst dieses Niveaugefälle einfach nicht permanent weiter verschrägbärbarbiebarbierbar wäre …

Nachtrag: Nanu, nun hat ‚die Welt‘ dieses lehrbuchhafte Textdokument dem Netz amputiert. Immerhin haben sie’s nicht bräsig ausgesessen …

Ursachenforschung

Beide Fälle zeigen, dass bedeutende journalistische Medien bei privatwirtschaftlichen Verlegern nicht in guten Händen sind.“

Das klingt zumindest plausibler als all das andere Gebarme und Geraschel aus den Speak-Easys von Holzhausen … andererseits: ‚Enteignet Springer!‚ gab’s als Parole auch schon mal. So lange Politiker auf privatpublizistischen Tickets zu ihren Ämtern reisen, sind Mehrheiten für einen Wandel Illusion. Die Klugen lassen die privatwirtschaftliche Publizistik sich daher selbst terrafizieren.

Schwer ist ganz leicht

Es macht sich einfach besser, zumindest in der Headline, wenn ein Opfer ’schwer verletzt‘ worden ist, auch wenn eine so genannte Qualitätszeitung dafür den Polizeibericht arg strapazieren muss:

„Erneut Mann in Berlin Mitte angegriffen und schwer verletzt.“

Mit der Wahrheit rückt man beim Kisch-Gedächtnis-Schlendern auf dem Boulevard erst dann heraus, wenn die Sensationsgier des Publikums ausreichend gekitzelt und gekobert wurde, so wie die Geschäftsleitung dies neuerdings wünscht. Schließlich lebt man in einer Hauptstadt, da muss doch einfach mehr los sein als in die Fakten passt:

„Der leicht verletzte 18-Jährige war den Angaben nach beim Eintreffen der Polizisten nicht ansprechbar.“

Ja, wat denn nu? – fragt sich da doch das verdutzte Publikum. Immerhin – bei der Sache bleibt der Kollege vom ‚Tagesspiegel‘ …

Ja, Gott sei Dank!

Deutschland droht der Reformstillstand.

Ich denke mal, kaum ein Wörtchen hat in den Augen der Bevölkerung so sehr abgewirtschaftet wie dieser vergiftete Dauerlutscher ‚Reform‘, hinter dem sich allemal eine Verschlimmbesserung (z.B. ‚Verwaltungsreform‘), ein sozialer Abbau (z.B. ‚Rentenreform‘), ein nacktes Oberschichtsinteresse (z.B. ‚Steuer-reform‘) oder eine süßummantelte Lüge (z.B. ‚Urheberrechtsreform‘) verbirgt.

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